Densbüren

Wird die Fusion mit Herznach und Ueken doch noch geprüft?

Densbüren orientiert sich in Richtung Aarau. Bild: Ueli Wild (1.11.18)

Densbüren orientiert sich in Richtung Aarau. Bild: Ueli Wild (1.11.18)

Eine Einwohnerin von Densbüren ergreift das Referendum gegen das Nein der Gemeindeversammlung zur Fusionsanalyse mit den anderen Staffeleggtal-Gemeinden.

Am 25. September entschieden die Densbürer an einer ausserordentlichen Gemeindeversammlung, dass sie keine Fusionsabklärungen mit den Staffelegg-Gemeinden Herznach und Ueken tätigen wollen. Das hätte netto 12 000 Franken gekostet (brutto 37 000 Franken; der Kanton zahlt 25 000 Franken). Densbüren würde also künftig weiterhin nur beim «Zukunftsraum Aarau» Fusionsabklärungen tätigen, Herznach und Ueken zu zweit weitergehen. Aber: Trotz rekordhoher Beteiligung (anwesend waren 134 von 555 Stimmbürgerinnen und Stimmbürgern) wurde das Beschlussquorum bei 53 Ja zu 78 Nein nicht ganz erreicht. Bis zum 4. November kann gegen den Entscheid das fakultative Referendum geführt werden.


Und genau das will Romi De Ambrosis tun. «Während unserer Ferien habe ich mit Entsetzen vom negativen Entscheid der Deischberer und Aschper zur Frage von Fusionsgesprächen mit Herznach und Ueken erfahren», sagt sie. «Ich habe zwar mit einem knappen Entscheid gerechnet, aber mit einem Ja.»
Romi De Ambrosis ist seit 34 Jahren in Asp wohnhaft und findet: «Densbüren und Aarau passen nicht zusammen. Das ist eine andere Kultur, und ich fände es nicht gut, wenn bei einer Fusion Küttigen überhüpft wird. Wenn schon fusionieren, dann mit den Gemeinden im Staffeleggtal, die dieselben Interessen und Probleme haben wie wir.» Sie könne nicht nachvollziehen, weshalb man nun die Fusionsabklärungen mit Herznach und Ueken schon abklemme, bevor sie überhaupt begonnen hätten.


Seit Mittwoch sammelt sie Unterschriften. 139 braucht sie bis zum 4. November. Das wird nicht einfach, aber De Ambrosis spielt ein Dorfanlass in die Hände: «Am Samstag ist Herbstmarkt. Da werde ich sicher mit dem Unterschriftenbogen vor Ort sein.» Wenn das nicht reiche, sagt sie, gehe sie halt von Tür zu Tür. Die Reaktionen seien bisher sehr unterschiedlich gewesen und spiegeln damit auch die zweistündige Diskussion an der Gemeindeversammlung wider: «Die einen wollen gar keine Fusion oder favorisieren Aarau wegen des Erhalts der Schule. Und andere sehen es gleich wie ich.»

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