Wahlen
Vorteil Lostorf gegen Schönenwerd

Aber der Überflieger am gestrigen Wahl- und Abstimmungssonntag war aus Niederämter Sicht ein Gretzenbacher.

Urs Helbling
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Der Abräumer in Bern: Walter Wobmann (SVP).

Der Abräumer in Bern: Walter Wobmann (SVP).

Bild: Keystone

Die NZZ hatte ihn schon in der Ausgabe vom letzten Dienstag mit einem einseitigen Porträt geadelt. Untertitel: «Keiner ist an der Urne so erfolgreich.» Und SVP-Nationalrat Walter Wobmann (63) hat gestern geliefert. Mit 51,2 Prozent wurde die «Burka-Initiative» des von ihm präsidierten Egerkinger Komitees angenommen. Der Gretzenbacher war am Sonntag der Star in Bern – auch wenn er sich immer wieder Seitenhiebe gefallen lassen muss. So schrieb die NZZ: «Er sieht Probleme, die für viele keine sind.» Aber offensichtlich mobilisieren: Die Stimmbeteiligung betrug 51,4 Prozent.

Thomas A. Müller 286 Stimmen vor Peter Hodel

Hofft auf die Dynamik des 2. Wahlgangs: Peter Hodel (FDP).

Hofft auf die Dynamik des 2. Wahlgangs: Peter Hodel (FDP).

Bild: Keystone
Bringt er Mini-Vorsprung durch? Thomas A. Müller (CVP).

Bringt er Mini-Vorsprung durch? Thomas A. Müller (CVP).

Bild: Keystone

Gestern standen neben Wobmann auch zwei andere Niederämter im Rampenlicht – bei den Solothurner Regierungsratswahlen. Thomas A. Müller (56, CVP) und Peter Hodel (53, FDP) lagen am Schluss praktisch gleich auf. Im Rennen der beiden Gemeindepräsidenten hatte am Schluss der Lostorfer die Nase um 286 Stimmen gegenüber dem Schönenwerder vorn. Das ist ein wichtiger psychologischer Vorteil – aber nicht mehr. Im zweiten Regierungsratswahlgang am 25. April sind noch zwei Sitze zu vergeben. Dann wird sich herausstellen, ob es der CVP gelingt, ihre beiden Sitze zu verteidigen oder ob die FDP mit Hodel einen zweiten dazu gewinnt. Alle wiederkandidierenden Bisherigen wurden gestern gewählt. Beste Nichtgewählte ist Sandra Kolly (CVP), schlechtester Richard Aschberger (SVP). Beim zweiten Wahlgang dürfte die Stimmbeteiligung deutlich tiefer sein als gestern (43,6%). Die Ausgangslage ist darum sehr offen.

Neo-Grossrätin Rea Eng komfortabel wiedergewählt

Bei den Kantonsratswahlen (29 Sitze in Olten-Gösgen) wurden bis auf den Obergösger Peter Kyburz (58, CVP) alle Wiederkandidierenden aus den Gemeinden westlich von Aarau erneut gewählt. So etwa die Erlinsbacherin Rea Eng (30, CVP), der Gretzenbacher Gemeindepräsident Daniel Cartier (54, FDP), der Schönenwerder Johannes Brons (61, SVP), der Däniker Walter Gurtner (69, SVP) sowie der Obergösger Urs Huber (59, SP). Und natürlich Peter Hodel, der auch bei den Kantonsratswahlen wieder angetreten war.