Unterentfelden
Gemeinde zum zweiten Jahr in Folge mit grossem Plus

Über 1,46 Millionen Franken waren es 2020, schon im Vorjahr betrug der Überschuss fast eine Million. Wie sich Corona in den nächsten Jahren auf die Finanzen auswirkt, ist laut Gemeinde aber noch unklar. Darf man eine Senkung des Steuerfusses erwarten – der zweithöchste im Bezirk – oder eben doch nicht?

Daniel Vizentini
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Unterentfelden kann sich über gute Jahresabschlüsse freuen.

Unterentfelden kann sich über gute Jahresabschlüsse freuen.

Daniel Vizentini

Im Februar gab die Gemeinde unerwartet hohe Steuereinnahmen von 1,26 Mio. Franken bekannt. Nun darf sie sich auch über ein deutliches Plus in der Gesamtrechnung 2020 freuen: Statt dem budgetierten Minus von 63'355 Franken gab es ein Plus von satten 1,46 Mio. Franken.

Die Gemeinde gab weniger aus für die Kreisschule (–102'000 Fr.), das nicht stattgefundene Äntefescht (–47'000 Fr.) oder – anders als viele Gemeinden – für die Sozialhilfe (–91'000 Fr.). Mehr Geld ausgeben musste Unterentfelden für die Badi (+54'000 Fr.) und die Aufwertung der Uerke (+104'000 Fr.).

Schon im Vorjahr hatte Unterentfelden ein Ertragsüberschuss von fast einer Million Franken. Der Steuerfuss beträgt 113 Prozent, der zweithöchste im Bezirk. Wie sich Corona künftig auf die Finanzen auswirkt, könne aber noch nicht vorausgesagt werden, schreibt die Gemeinde in einer Mitteilung.

Ortsbürger mit einem Minus

Das Wasserwerk schloss mit grossem Plus ab, die Abwasserbeseitigung im erwarteten Minus. Beim Abfall gab es zwar Mehrausgaben, dank höherem Ertrag bei den Gebühren kam am Schluss aber gar ein Plus von über 19'000 Franken zustande. Unterentfelden hat mit 35 Franken für zehn Abfallsäcke oder -marken die teuersten Gebühren der Region.

Die Ortsbürger schliessen ihre Rechnung 2020 mit einem Minus von über 13'000 Franken ab. Das Waldhaus wurde wegen Corona nicht wie budgetiert vermietet.

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