Unterentfelden
Die Fusion mit Aarau soll Tatsache werden – dafür kämpft jetzt ein Verein

Die früheren Zukunftsraum-Befürworter bilden neu den Verein Zukunft Unterentfelden. Die «Vision einer gemeinsamen Zukunft» solle klar weiterverfolgt werden. Fast alle Ortsparteien stehen hinter einer Fusion von Unterentfelden mit Aarau. Nur die SVP zieht nicht mit.

Daniel Vizentini
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Der Vorstand (von links): Marion Fischer (GLP), Guido Scherer (FDP), Sara Schibli (CVP), Patrick Herzog (FDP), Felix Aregger (FDP) und Lucia Engeli (SP). Nicht abgebildet: Peter Preisig (FDP) und Laura Rufer (FDP).

Der Vorstand (von links): Marion Fischer (GLP), Guido Scherer (FDP), Sara Schibli (CVP), Patrick Herzog (FDP), Felix Aregger (FDP) und Lucia Engeli (SP). Nicht abgebildet: Peter Preisig (FDP) und Laura Rufer (FDP).

Bild: Zur Verfügung gestellt

Vergeblich hatte das Entfelder Pro-Komitee zum Zukunftsraum Aarau für die Grossfusion gekämpft. Mit der verlorenen Abstimmung in Oberentfelden wurde das Projekt begraben. Unterentfelden aber stimmte zuvor Ja zur Ausarbeitung eines Fusionsvertrags mit Aarau und anderen Gemeinden. Und dieses Ja führt dazu, dass Unterentfelden den Fusionstraum noch etwas länger träumen darf.

Vor einem Monat kündigte der Unterentfelder Gemeinderat an, am 10. und 11. September eine «Zukunftskonferenz» organisieren zu wollen. Vertreter verschiedener Gruppierungen wie Schule oder Vereine sowie die Bevölkerung sollen dann zusammensitzen und prüfen, ob die Gemeinde einen Zusammenschluss nur mit Aarau anpeilen soll.

Pro-Zukunftsraum-Komitee setzt sich weiter ein

Für dieses Ziel machen sich nun dieselben Personen stark, die sich schon für den Zukunftsraum eingesetzt hatten. Aus dem früheren Pro-Komitee beider Entfelden ist der Verein Zukunft Unterentfelden entstanden. Die bisherige Website wurde kurzerhand für dieses Anliegen umfunktioniert.

Mit dabei sind erneut Exponenten aller Ortsparteien ausser der SVP. Das Präsidium des Vereins teilen sich FDP-Präsident Patrick Herzog, SP-Präsidentin Lucia Engeli und GLP-Präsidentin Marion Fischer. Sie sagen: Mit dem Ja habe die Bevölkerung «signalisiert, dass sie bereit ist, Strukturen zu überdenken und neue Wege zu gehen». Die Aufbruchstimmung sei noch nicht verflogen, «ein bilateraler Weg mit der Kantonshauptstadt» müsse gefunden werden.

Marion Fischer (GLP)

Marion Fischer (GLP)

Bild: Ueli Wild (21.11.2018)

Dafür könnten die bisherigen Fusionsanalysen verwendet werden, auch wenn der Verein einräumt, dass die Ausgangslage nicht ganz die gleiche ist. Marion Fischer sagt:

«Wir wissen nicht, ob eine Mehrheit eine Fusion nur mit Aarau will, haben aber nach vielen Rückmeldungen schon den Eindruck, dass ein Potenzial dafür besteht.»

Die Diskussion darüber will der Verein deshalb aufrechterhalten.

Müsste die Kreisschule Entfelden aufgelöst werden?

Kommt die Fusion mit Aarau zu Stande, hofft Unterentfelden insgeheim weiter auf ein Aufspringen von Oberentfelden. Beide Entfelden führen heute gemeinsam die Kreisschule. Marion Fischer hält aber auch eine Fusion der Kreisschulen Entfelden und Aarau-Buchs für möglich, analog zur Gemeindefusion von Aarau und Rohr vor elf Jahren.

Rohr und Buchs führten ihre gemeinsame Kreisschule noch eine Weile weiter und legten sie dann mit der Schule Aarau zusammen, ohne dass Buchs als Gemeinde mitfusionieren musste. «Uns ist wichtig, dass die Schulstandorte erhalten bleiben», sagt Marion Fischer.

«Dank einer grossräumigen Zusammenarbeit entstünden aber interessante Möglichkeiten bei den Freifächern oder im Instrumentalunterricht.»

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