Suhr
Der Gewerbepark im Suhrer Helgenfeld wird konkreter

Das aufliegende Baugesuch verrät einige Details. Auf dem schmalen Landstück neben der Emmi sind unter anderem 50 «Workboxes» geplant.

Daniel Vizentini
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Die «Workboxes» kommen auf den schmalen Landstreifen gegenüber der Emmi.

Die «Workboxes» kommen auf den schmalen Landstreifen gegenüber der Emmi.

Michael Küng

Noch trennt ein schmaler Landstreifen das Wohnquartier südlich der Bahnlinie vom Industriekomplex der Emmi in Suhr. Im Verlauf dieses Jahres wird auch diese Lücke im Helgenfeld zugebaut: Ein Gewerbepark soll entstehen, so wie im Juni vom Stimmvolk beschlossen.

Die Gemeinde will damit neue Räume bieten für Handwerksbetriebe, die im Suhrer Zentrum nach den vielen Wohnüberbauungen der letzten Jahre kaum noch Gewerbeflächen finden. Dazu ist das Areal auch als Ersatz gedacht für die Flächen, die der geplanten Ost- und Südumfahrung von Suhr (Projekt Veras) werden weichen müssen.

Fünf Gebäude, 50 Räume, Parkflächen in Tiefgarage

Nun liegt das Baugesuch für den neuen Gewerbepark im Suhrer Helgenfeld auf. Entlang des knapp 190 Meter langen Landstreifens sollen fünf Gebäude entstehen. Diejenigen an beiden Enden des Landstreifens werden etwas grösser als die drei Bauten in der Mitte. Aufgelockert werden die Gebäude durch Zwischenflächen mit Bäumen und einzelnen Parkplätzen.

Die fünf Gebäude werden zweistöckig rund zehn Meter hoch. Geplant sind in den unteren Etagen total 30 Räume mit zwischen 65 und 130 m2 Fläche und in den oberen Etagen 20 Räume mit 74 bis 150 m2. Gebaut und verwaltet werden sie von der Firma Workboxes, die in Gretzenbach einen ähnlichen Gewerbepark errichtet hat.

Das Land hat die Gemeinde für 80 Jahre im Baurecht abgegeben. Dafür erhält Suhr einen Zins von jährlich über 90'000 Franken. Unter der gesamten Fläche entsteht eine Tiefgarage, in der das Parkieren von kleineren Lastwagen möglich sein wird: Etwa die Hälfte der Parkflächen werden rund zehn Meter lang.

Auf diesem Landstreifen im Suhrer Helgenfeld neben der Emmi soll ein Gewerbepark entstehen.

Auf diesem Landstreifen im Suhrer Helgenfeld neben der Emmi soll ein Gewerbepark entstehen.

Daniel Vizentini

Zufahrten sollen nur auf der Seite der Emmi geschehen

Es war ein klares Anliegen des Gemeinderats, die Lärmemissionen durch die Zufahren so tief wie möglich zu halten. 2018 hatten Quartierbewohner ein erstes Projekt erfolgreich verhindern können, aus Angst vor zusätzlichem Lärm und Feinstaub. 2020 unternahm der Gemeinderat einen neuen Anlauf mit einem privat finanzierten Projekt. Und mit klaren Vorgaben für die Zufahrt: Der Gewerbepark wird nur über die gleiche Strasse wie die Emmi angefahren, Verkehr durchs Wohnquartier soll vermieden werden. Diese Version bewilligte das Volk.

In den Bauplänen sieht man nun, dass die Rampe zur Tiefgarage zwar auf der Seite des Wohnquartiers geplant ist, die Zufahrt dorthin aber über den Obertelweg gegenüber der Emmi erfolgt. Nebst Handwerksbetrieben werden Ateliers für allerlei kreatives Schaffen entstehen. Laut Nutzungsordnung sind nur mässig störende Betriebe zulässig.