Suhr
Der Bau der wichtigsten Wildtierbrücke der Schweiz ist ins Stocken geraten

Das Millionenprojekt über die A1 bei Suhr soll einst der Tierwelt den Weg zwischen Alpen und Schwarzwald ebnen.

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Bald ist der Kran weg und die Brücke mit einem reich bepflanzten Waldboden überdeckt.

Bald ist der Kran weg und die Brücke mit einem reich bepflanzten Waldboden überdeckt.

Michael Küng / Aargauer Zeitung


Alles steht bereit für einen der letzten Schritte zur Vollendung der grossen Wildtierbrücke Rynetel über die A1 bei Suhr: den Einbau des Waldbodens. «Wir planen vorsichtig mit der Fertigstellung der Wildtierbrücke in etwa zwei Monaten», sagt Samuel Hool vom Bundesamt für Strassen. Gerne wäre man beim Bund noch schneller, gut möglich, dass es auch etwas länger dauern wird. «Denn wir müssen jetzt warten, bis das Wetter die Arbeiten möglich macht», so Hool. Erst, wenn Regen und Schnee wieder der Sonne Platz machen und es wieder trocken ist, kann mit der Erde gearbeitet werden.

Es braucht noch eine weitere Brücke

Ist es so weit, wird es schnell gehen, denn die Brücke wird nicht nur einen erdigen Boden, sondern auch eine abwechslungsreiche Flora aus Sträuchern und Hecken bekommen. Sie bieten möglichst vielen Tierarten den nötigen Schutz, um die schmale Stelle sicher passieren zu können. Unter dem Erdreich sorgen eine Wurzelschutzfolie, Sickergeröll und eine Drainagematte für die Entstehung eines natürlichen Übergangs. Damit die Tiere die Brücke finden, braucht es noch Massnahmen zur Vernetzung des anschliessenden Kulturlands und den Bau eines Übergangs über den Autobahnzubringer N1R (ehemals T5). Das Bauprojekt gilt als die wichtigste Wildtierbrücke im Land, die einst Schwarzwald und Alpen miteinander verbinden wird.

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