«Das freut mich sehr und ich bin zuversichtlich, dass wir eine Lösung finden werden», erklärte «Schlaflos»-Clubchef Philipp Glauser gegenüber «20 Minuten». Sein Klub ist seit einer Woche geschlossen. Am Tag nach der Einwohnerratsdebatte, meldete sich die Stadt Aarau mit Terminvorschlägen für ein Gespräch bei Glauser.

Glauser hofft auf eine Verlängerung mindestens einen Sommer lang – so lange wie die Heizung nicht benutzt werden muss. Der Club soll schon in wenigen Wochen wieder in Betrieb sein. Die Klubszene zeigt sich solidarisch: Die Schlaflos-Member geniessen heute Freitag von Vorzugspreisen an einer Party in der Roten Fabrik in Zürich. Alternativ bietet auch der Nordstern in Basel zu reduziertem Preis Eintritt.

SVP-Unterstützung überrascht

Für Glauser kommt speziell die Unterstützung aus der Politik unerwartet. «Damit hätte ich nicht gerechnet», sagt er. Mit der SVP eilte eine Partei zu Hilfe, die sich üblicherweise nicht mit Voten betreffend dem Nachtleben profiliert. Weil bald Wahlen anstehen werden Stimmen laut, Simon Burger habe sein Postulat aus wahlkampftaktischen Gründen eingereicht.

Burger wehrt sich gegenüber 20 Minuten gegen die Vorwürfe: «Man probiert die SVP stets in die kulturfeindliche Ecke zu stellen – wir haben nichts gegen Kultur, aber Vorbehalte, wenn diese zu stark staatlich subventioniert ist.» Da Club Schlaflos keine öffentliche Gelder beziehe und keine Anwohner störe, setze er sich für ihn ein, so Burger. Zu einem Clubbesuch im Schlaflos hat er es selbst noch nie geschafft. «Ich habe zwei kleine Töchter, da bleibt leider keine Zeit mehr für den Ausgang.»

Auch im Netz ist die Solidarität mit den Betreibern ist nach wie vor gross: Auf petitio.ch haben 1244 Personen für «Schlaflos» unterschrieben. (yas)