Buchs
«Scheusslichste Beleuchtung» ist weg: Diese Sterne sollten nicht anecken

Es sind mmer noch LED-Leuchten, aber die neue Weihnachtsbeleuchtung strahlt in warm-gelbem Licht.

Ueli Wild
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Der Dank gehört den Ortsbürgern: : Ortsbürgergemeindepräsidentin Sonja Füllemann und Einwohnergemeindeammann Urs Affolter unter dem Buchser «Sternenhimmel».

Der Dank gehört den Ortsbürgern: : Ortsbürgergemeindepräsidentin Sonja Füllemann und Einwohnergemeindeammann Urs Affolter unter dem Buchser «Sternenhimmel».

Ueli Wild

Die alte, aus dem Jahr 2005 stammende Weihnachtsbeleuchtung von Buchs war unansehnlich geworden. Reparieren wäre aber zu teuer gekommen. Darum, sagt Gemeindeammann Urs Affolter beim Augenschein unter dem neuen Dreigestirn beim Gemeindehaus, sei die Einwohnergemeinde als Bittstellerin an die Ortsbürger herangetreten. «Ja, so haben wir dann eben in die Tasche gegriffen», fährt Ortsbürgergemeindepräsidentin Sonja Füllemann weiter.

Weniger tief als vor 12 Jahren übrigens: Rund 20 000 Franken hat die neue Beleuchtung gekostet. 2005 hatte man alles in allem noch um die 50 000 Franken hingeblättert. Die Gründe für die Differenz liegen einigermassen auf der Hand: Erstens sind die LED-Leuchten seither merklich billiger geworden. Und zweitens konnten nun die bereits vorhandenen Aufhängevorrichtungen weiterverwendet werden. Dazu merkt Werkhofchef Matthias Keller an: «Wir haben etwas gesucht, das passt.»

«Disneyworld-Beleuchtung» adieu

Gefunden hat man etwas, das weniger zu reden geben dürfte, als das damals als experimentell empfundene Vorgängermodell mit den grünen Tannen und weissen Glocken. Von der AZ befragte Passanten sprachen nach der ersten Saison von einer «Disneyworld-Beleuchtung» und von der «scheusslichsten Beleuchtung, die ich je gesehen habe». Das kalte grüne und weisse Licht traf nicht jedermanns Geschmack. Aber damals war das eben noch die LED-Realität.

Mittlerweile gibt es nun auch LED-Leuchten mit einem warmen, gelblichen Licht. Das beweist die neue unprätentiöse Buchser Weihnachtsbeleuchtung, die pro Kandelaber drei himmelwärts strebende fünfzackige Sterne mit einstrahligem Schweif zeigt.

30 Exemplare wurden angeschafft. Im Normalfall sollen 29 im Einsatz stehen, aktuell sind es 28, weil es an einem Standort wegen Bauarbeiten Probleme gebe. Eines der Dreigestirne, so Werkhofchef Keller, bleibt als Reserve im Lager. «Hoffen wir», sagt Sonja Füllemann, den Blick auf das Dreigestirn oben am Kandelaber gerichtet, «dass die neue Beleuchtung so lange hält wie die alte.»

Night Shopping und erster Sonntagsverkauf

Heute Abend findet in Aarau das traditionelle Night Shopping (bis 22 Uhr) statt. Gleichzeitig werden die Kerzen an den grossen Weihnachtsbäumen und die Weihnachtsbeleuchtung erstmals angezündet. Ein Premiere ist das Lichtspiel an der Metzgergasse 2. Nach vielen Jahren gibt es zudem wieder einen Weihnachtsmarkt. Die 25 Häuschen stehen zwischen dem Kasinopark und der Gasse «Zwischen den Toren». Die weitestgereiste Anbieterin kommt aus München. Der Weihnachtsmarkt beginnt heute Freitag um 15 Uhr.

Die ersten Besucher waren schon da. Es waren ungebetene Gäste, die vorgestern Nacht einen Deko-Samichlaus klauten.

In der Lenzburger Innenstadt gibts schon dieses Wochenende den ersten Sonntagverkauf. In Aarau erst am 10. Dezember. (uhg)