Gewitter

Mehrere Brände nach Blitzeinschlag in der Region - Wie können Häuser geschützt werden?

Hausschutz gegen Blitzschlag

Hausschutz gegen Blitzschlag

Wo der Blitz einschlägt, kommt es zu Zerstörung. Doch wie gross ist die Gefahr, dass ein Haus getroffen wird? Und wie kann man sich schützen?

Nach einem Blitzeinschlag brannte in Aarau ein Einfamilienhaus. Es war bereits der vierte Blitzschlag in der Region im Juni, der fatale Folgen hatte. Ein Blitzableiter hätte die Brände verhindert.

Hägendorf, Lommiswil, Küngoldingen und Aarau. Gleich vier Blitzeinschläge gab es im Juni, alle hatten Brände zur Folge. In Küngoldingen bei Oftringen brannte eine Scheune bis auf die Grundmauern aus, in Hägendorf wurde die IT-Anlage des Gemeindehauses in Mitleidenschaft gezogen. 

«Was wir gemerkt haben, ist, dass sich vor allem Besitzer von Häusern, bei welchen es in der Umgebung eingeschlagen hat, darüber informieren, wie man sich schützen kann», sagt Philipp Kunz, auf Blitzableiter spezialiesierter Spengler aus Zofingen, gegenüber Tele M1. Das Mittel um sein Haus zu schützen: Ein Blitzableiter, welcher wie ein Faradayscher Käfig funktioniert zu montieren. Dieser Schutz sei zu 100 Prozent sicher, sagt Kunz.

Simples Prinzip

Das Prinzip dabei sei simpel. Eine Fangleitung auf dem Dach, lässt den Blitz über einen Draht in den Boden gelangen, wo das ganze geerdet wird. Je nach Grösse des Hauses koste eine solche Anlage zwischen 6000 und 10000 Franken. Vorgeschrieben ist eine solche Anlage nicht, wie Tele M1 weiter meldet. Erst ab einer Hausgrösse jenseits von einem normalen Einfamilienhaus ist die Montage einer solchen Anlage obligatorisch. 

Einen Montagezwang für alle Häuser erachtet aber auch Philipp Kunz nicht als sinnvoll: «Im Verhältnis macht das keinen Sinn, wenn alle so eine Anlage hätten.» Denn ein Blitzanschlag sei trotz der momentanen Häufung ein seltenes Ereignis. 

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