Aarau
Gemeindeleiter Jenelten zieht es von Aarau in die Seelsorge nach Baden

Am 1. August fängt Thomas Jenelten als Heimseelsorger am Regionalen Pflegezen-trum Baden RPB an. In Aarau war er 15 Jahre Gemeindeleiter der Pfarrei Peter und Paul.

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Thomas Jenelten war 15 Jahre Gemeindeleiter in Aarau. az

Thomas Jenelten war 15 Jahre Gemeindeleiter in Aarau. az

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Thomas Jenelten ist in der Römisch-katholischen Kirche im Aargau kein unbeschriebenes Blatt. Der gebürtige Visper kam 1992 als Pastoralassistent nach Aarburg, wurde dann Leiter Pfarreianimation und Bildung bei Caritas Aargau, übernahm 1997 die Gemeindeleitung der Pfarrei Peter und Paul in Aarau und amtet seit 2010 auch noch zu 20 Prozent als Polizeiseelsorger. Letzteres werde er auch nach seinem Stellenantritt beim Regionalen Pflegezentrum Baden (RPB) bleiben, denn die Seelsorge sei Jeneltens grosse Leidenschaft, heisst es in der Medienmitteilung der Römisch-katholischenKirche Aargau.

Zu seiner Motivation für die neue Stelle meint der musikbegeisterte Theologe: «Ich arbeite gerne mit Menschen und den Systemen, in denen sie leben. Ich stelle mir die Aufgabe im Pflegezentrum in Baden genau so vor, als Begegnung mit den pflegebedürftigen Menschen und mit ihren Angehörigen. Aber auch als Arbeit mit den Mitarbeitenden der Institution und den freiwillig für das RPB arbeitenden Menschen.» Das RPB sei dabei nicht nur ein Ort der Seelsorge, sondern auch ein Ort, an dem wichtige Themen unserer Gesellschaft «auf den Punkt» gebracht würden, sagt Jenelten weiter. Es gehe dabei um so brisante Themen wie Sterbehilfe, palliative Pflege, Spiritual Care, Seelsorge bei dementen Menschen, Gestaltung des Lebensendes und vieles mehr.

Nach 15 Jahren als Gemeindeleiter, mit vielen administrativen und führungstechnischen Aufgaben, freue er sich darauf, hauptsächlich wieder seiner Berufung als Seelsorger folgen zu dürfen. «Back to the roots», wie er sagt. Für die Heimseelsorge im RPB bedeute Jeneltens Anstellung Beruhigung und Stabilität, teilt die Römisch-katholische Kirche mit. Nach dem Weggang von Ella Gremme im Dezember 2011 wurde die Stelle erst mit wechselnden Stellvertretern besetzt, dann konnte Hermann Kolly mit einem befristeten 50-Prozent-Pensum bis Ende Juli 2013 angestellt werden. Thomas Jenelten übernimmt zu 70 Prozent ab August dieses Jahres. Er kümmere sich dann zusammen mit seiner reformierten Kollegin, Ruth Elliker, um «alle seelischen Sorgen, Ängste und Nöte, aber auch um die Freuden und Feste der Menschen im RPB».

Thomas Jenelten verfügt als Seelsorger über eine breite Ausbildung: Lizenziat in praktischer Theologie 1984, Grundausbildung als Gesprächspsychotherapeut SGGT 1988, Weiterbildungen in Interkultureller Animation, in Projektmanagement, in Psychotraumatologie und in Notfallseelsorge sowie die Ausbildung als Organisationsberater BSO. (az)

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