Eishockey, 1. Liga
Für die Argovia Stars ist ein Sieg heute Pflicht

Die 1.-Liga-Eishockeyspieler der Argovia Stars beginnt am Mittwoch gegen Belp die Quali-Masterround. Trainer Eric Wittwer sagt, wie sein Team die Playoffs erreichen kann.

Fabio Baranzini
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Das knappe Scheitern war zwar ärgerlich, aber Eric Wittwer nimmts gelassen: «Wir können die Qualifikation noch immer schaffen.»

Das knappe Scheitern war zwar ärgerlich, aber Eric Wittwer nimmts gelassen: «Wir können die Qualifikation noch immer schaffen.»

Fabio Baranzini

Heute starten die 1.-Liga-Eishockeyspieler der Argovia Stars gegen Belp in die Quali-Masterround und versuchen, sich einen der drei letzten Playoff-Plätze zu sichern. Trainer Eric Wittwer, der das Team gemeinsam mit Andy Wehrli führt, blickt auf die heisse Meisterschaftsphase voraus.

Eric Wittwer, nach dem holprigen Saisonstart haben am Ende bloss zwei Punkte gefehlt und die Argovia Stars wären nach der Qualifikation direkt für die Playoffs qualifiziert gewesen. Wie ärgerlich war das knappe Scheitern?

Eric Wittwer: Im November standen wir mit nur zehn Punkten auf dem zweitletzten Tabellenplatz. Dann haben wir aber in der Rückrunde der Qualifikation 22 von 30 möglichen Punkten gewonnen und nur gegen Qualifikationssieger Brandis keine Zähler geholt. Das war eine super Serie, die wir hingelegt haben. So gesehen ist es natürlich ärgerlich, dass wir so knapp gescheitert sind und nicht belohnt wurden. Trotzdem ist es nicht tragisch, dass es nicht gereicht hat, denn wir können die Qualifikation noch immer schaffen.

Kam es für Sie überraschend, dass Ihre Mannschaft nach den vielen Niederlagen im Oktober und November – sieben Pleiten in acht Partien – so stark zurückgekommen ist?

Ich war schon etwas überrascht. Wir konnten nicht erwarten, dass wir so viele Punkte holen würden. Aber ich hatte in den Runden davor bereits das Gefühl gehabt, dass wir unter Wert geschlagen wurden, weil wir unser Spiel jeweils nicht über 60 Minuten durchziehen konnten und in kurzer Zeit zu viele Tore kassiert haben.

Was hat sich geändert, dass Ihr Team auf die Erfolgsstrasse gefunden hat?

Die neuen Spieler haben sich an den höheren Rhythmus gewöhnt und dank einigen Verstärkungsspielern von unserem Partnerverein EV Zug hatten wir die nötige Breite im Kader. Mit dem Erfolg kam dann auch das Selbstvertrauen zurück und viele Dinge liefen einfacher. Wir haben zuletzt auch mehr taktische Disziplin gezeigt und in der Defensive besser gespielt. Auf diese Entwicklung sind Andy Wehrli, der das Team gemeinsam mit mir führt, und ich sehr stolz.

Trotz dem guten Qualifikationsschluss muss Ihre Mannschaft nun den Umweg über die Quali-Masterround nehmen, um die Playoffs noch zu erreichen. Wie stehen die Chancen auf einen PlayoffPlatz?

Dass wir dank den Punkten aus der Qualifikation als Tabellenführer starten können, ist sicherlich ein Vorteil. Aber unser Vorsprung beträgt bloss drei Punkte. Die Ausgangslage ist daher klar: Wenn wir ein Direktduell gegen eine Mannschaft verlieren, die unter dem Strich liegt, dann ist der Vorsprung bereits weg. Wir müssen in jedem Spiel Vollgas geben und stets ans Limit gehen. Wenn wir von den zehn Matches sechs gewinnen, sollte die PlayoffQualifikation zu schaffen sein. Das liegt sicher drin.

Das letzte Meisterschaftsspiel liegt
18 Tage zurück. Kann Ihr Team den Schwung trotz der Pause über die Festtage mitnehmen?

Da bin ich selber gespannt. Einerseits hat es den Spielern – und auch uns vom Trainerteam – gutgetan, dass wir ein paar Tage frei hatten und den Kopf lüften konnten. Es war eine intensive erste Saisonhälfte, denn seit August haben wir neben den Trainings 30 Matches bestritten. Andererseits hat die Pause unseren Rhythmus gebrochen. Ich hoffe aber, dass wir an die starke Rückrunde anknüpfen können.

Heute steht das erste Spiel der Quali-Masterround auswärts gegen das bisher noch sieglose Belp auf dem Programm. Da muss ein Sieg her – fehlende Spielpraxis hin oder her.

Klar, wenn wir in die Playoffs wollen, müssen wir heute gegen Belp gewinnen. Es ist eine Frage der Einstellung: Wenn wir konzentriert in das Match steigen und unsere Leistung abrufen, sollten wir das Spiel gewinnen können.

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