Densbüren

Die Deponiesanierung belastet das Budget – der Steuerfuss bleibt trotzdem stabil

Trotz der Sanierung der «alten Schutti» bleibt der Steuerfuss stabil.

Trotz der Sanierung der «alten Schutti» bleibt der Steuerfuss stabil.

Der Gemeinderat Densbüren beantragt 643'500 Franken für die Sanierung der «alten Schutti» sowie weitere Kredite, nun muss die Gemeindeversammlung entscheiden.

Nach der ausserordentlichen Gemeindeversammlung im September zum Fusionsprojekt Staffeleggtal folgt in Densbüren jetzt noch die reguläre Gmeind – und sie hat ein paar gewichtige Brocken auf der Traktandenliste. Vor allem in finanzieller Hinsicht. Drei Kreditanträge legt der Gemeinderat den Stimmbürgern vor.

Der grösste beantragte Kredit betrifft die Sanierung der Deponie «alte Schutti». Sie liegt längs der Kantonsstrasse, zwischen dem Abzweiger nach Asp und dem Dorfeingang Densbüren – und innerhalb der Grundwasserschutzzone des Trinkwasserpumpwerks Mühlimatt. In der Deponie wurden Abfälle wie Bauschutt, Aushub und Hauskehricht abgelagert.

Im Kataster der belasteten Standorte des Kantons leuchtet dieser Bereich Rot auf: «Belastet, sanierungsbedürftig». Es besteht aufgrund des nahen Staffeleggbach-Ufers Erosionsgefahr bei Hochwasser und Starkregen. Die Pläne für die Sanierung liegen bereits öffentlich auf, jetzt sollen die Stimmbürger den dafür nötigen Kredit noch bewilligen.

Die Sanierungskosten sind mit 2,145 Mio. Franken veranschlagt; wobei sich der Bund mit 40 Prozent und der Kanton mit 30 Prozent der Kosten beteiligen. Auf die Gemeinde als «Verursacherin» entfallen laut Traktandenbericht noch 643'500 Franken.

In Asp soll der Zelgweg im Bereich der Einmündung der Föhrenhof-Zufahrt auf einer Länge von rund 45 Metern neu betoniert werden. «Durch die zahlreichen Einbiege- und Manövriervorgänge mit schweren Maschinen wird der bituminöse Belag in diesem Bereich mechanisch stark beansprucht, weshalb der Unterhaltsaufwand entsprechend hoch ausfällt», so der Gemeinderat.

Deshalb soll nun eine Betonfahrbahn her. Diese sei «widerstandsfähiger und nachhaltiger», heisst es. Der restliche Teil des Zelgwegs bleibt, wie er ist. Der Gemeinderat beantragt für den Belagersatz einen Verpflichtungskredit von 55000 Franken.

Die Feuerwehr Densbüren Asp braucht ein neues Mehrzweckfahrzeug. Der heute im Einsatz stehende Toyota ist bereits 25 Jahre alt; die Aargauische Gebäudeversicherung gibt eine Amortisationszeit von nur 20 Jahren vor. Das Fahrzeug sei «zunehmend reparaturanfällig», schreibt der Gemeinderat.

Er beantragt für einen neuen Mercedes Benz Sprinter einen Bruttokredit von 107'000 Franken. Daran beteiligt sich die Aargauische Gebäudeversicherung mit 55'000 Franken; die Gemeinde muss also nur 52'000 Franken aus dem eigenen Sack zahlen.

Gemeinde erhält 0,669 Mio. Franken Finanzausgleich

Kann die Gemeinde Densbüren all diese Ausgaben ohne eine Steuererhöhung finanzieren? Ja, sagt der Gemeinderat, und legt den Stimmbürgern ein Budget basierend auf einem gleichbleibenden Steuerfuss von 117 Prozent vor. Es weist bei einem Gesamttotal von 3,9572 Mio. Franken ein Plus von 71500 Franken aus.

Dies trotz des ausserordentlichen Aufwandes aus der Sanierung der Deponie (2020: 300000 Franken), die laut Kanton keine Investition darstellt und deshalb über die Erfolgsrechnung verbucht werden muss.

Voraussichtlich erhält Densbüren aus dem Finanzausgleichstopf für das kommende Jahr 0,669 Mio. Franken. Ausserdem bekommt die Gemeinde aufgrund der Neuberechnung des Finanzausgleichs noch vier Jahre lang Übergangsbeiträge.

Bei den Eigenwirtschaftsbetrieben weisen sowohl das Wasserwerk als auch die Abfallwirtschaft ein Minus von 1300 Franken aus. Bei der Abwasserbeseitigung beträgt der Aufwandüberschuss 42'300 Franken.

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