Aarau
Das KIFF bleibt nun doch bis Ende Jahr zu

Erst war es eine vorübergehende Schliessung bis Ende Oktober, eine Denkpause nach Bekanntwerden des neuen Massnahmenkatalogs. Jetzt ist klar: Das Aarauer Kulturhaus bleibt bis Ende Jahr zu.

Katja Schlegel
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Ein ungewohnter Konzert-Anblick, aber: Mitsingen bei Klassikern wie «Walliselle» geht auch mit Maske. Endo Anaconda (65) trat im KIFF vor 180 Zuschauern auf.

Ein ungewohnter Konzert-Anblick, aber: Mitsingen bei Klassikern wie «Walliselle» geht auch mit Maske. Endo Anaconda (65) trat im KIFF vor 180 Zuschauern auf.

Bilder: Michael Wuertenberg

Die neuen Massnahmen würden einen Betrieb nicht verunmöglichen, 50 Personen pro Veranstaltung wären noch zugelassen. Aber es lohnt sich einfach nicht mehr: Seit dem Saisonstart im September wurden Veranstaltungen mit Maskenpflicht und Contact Tracing durchgeführt, die Publikumsgrösse im Saal auf 300 Personen (normal 550 Personen) und im Foyer auf 100 (normal 250 Personen) beschränkt.

«Es wurde schnell sichtbar, dass in diesen beiden Monaten die Umsatzeinbussen auf Tickets und Gastronomie bereits bei 70 Prozent lagen», schreibt das KIFF am Mittwoch in einer Mitteilung. Das kleinere Publikum sei nicht allein dafür ausschlaggebend gewesen, auch nicht der Verzicht auf Partys. Sondern auch die Zurückhaltung der Besucher.

Programm wäre spärlich ausgefallen

Schwierig wurde auch die Programmgestaltung: Bereits im Frühjahr war es im Bereich Pop/Rock zu vielen Konzertabsagen gekommen. «Es wurde immer schwieriger, neue Konzertbuchungen zu machen», so die Mitteilung weiter. Das Programm für November und Dezember wäre im KIFF sehr spärlich ausgefallen.

Aufgrund dieser Voraussetzungen – und weil der Verein KIFF weder die eigenen Leute noch das Publikum kritischen Situationen aussetzen will – haben sich Vorstand und Geschäftsleitung dazu entschlossen, das Kulturhaus für öffentliche Veranstaltungen zu schliessen. «Mithilfe der temporären Schliessung, der Ausfallentschädigung für Kulturbetriebe und der Kurzarbeit können die bestehenden Kosten grösstenteils gedeckt und der Betrieb weiterhin gesichert werden», so die Mitteilung.

Das Betriebsteam konzentriert sich nun auf die Programmation ab 2021 und will diverse Projekte im Betrieb sowie das Neubauprojekt KIFF 2.0 weiter vorantreiben. Im neuen Jahr dann soll es weitergehen: «Das KIFF hofft inständig, dass der Kulturbetrieb ab 2021 in reduzierter Form wieder aufgenommen und ein kleines aber feines kulturelles Programm mit den nötigen Schutzmassnahmen angeboten werden kann.»

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