Erlinsbach

Brand einer Imbissbude: Beim Stauwehr ging ein Traum in Flammen auf

Nur noch Schutt und Asche: Die kleine Oase hinter dem Eniwa-Gebäude beim Schönenwerder Stauwehr. Die Brandursache ist unklar.

Nur noch Schutt und Asche: Die kleine Oase hinter dem Eniwa-Gebäude beim Schönenwerder Stauwehr. Die Brandursache ist unklar.

Beim Brand von Dienstagabend beim Schönenwerder Stauwehr ging nicht nur ihr Geschäft in Flammen auf, sondern auch ihr Traum: In ihrer Imbiss-Bude fühlte sich Dima Mousa glücklich.

Dima Mousa aus Hunzenschwil hat vor zwei Jahren an der Aare beim Schönenwerder Stauwehr einen Imbiss eröffnet. Sie war glücklich – es lief gut. Glücklich waren auch ihre Gäste. Für viele hatte die improvisierte Gartenwirtschaft Kultcharakter. Für Spaziergänger, Sandbank-Sünneler und Kanal-Schwimmer. Aus der Traum.

Am Dienstagabend stieg eine Rauchsäule in den Himmel. Um 19.46 Uhr schlug eine Privatperson bei der Feuerwehr Erlinsbach Alarm. Diese rückte mit vier Wagen aus. Unter anderem einem Tanklöschfahrzeug. Zu retten gab es nichts mehr. Aber immerhin konnte ein Übergreifen des Feuers auf das unmittelbar benachbarte Gebäude der Eniwa (dasjenige mit dem aufgemalten Zoo) verhindert werden. Der Imbiss von Dima Mousa wurde total zerstört. Es entstand ein Schaden in der Grössenordnung von 10 000 Franken. Wenigstens gab es keine Verletzten. Die Brandursache? Laut Solothurner Kantonspolizei noch nicht geklärt.

Dima Mousa Ende Juli in ihrer Imbissbude: «Manchmal muss ich mich fas zwingen, nach hause zu gehen.»

Dima Mousa Ende Juli in ihrer Imbissbude: «Manchmal muss ich mich fas zwingen, nach hause zu gehen.»

Dima Mousa gefiel die Arbeit im Imbiss, den sie in der Regel öffnete, wenn das Wetter gut war. «Manchmal muss ich mich fast zwingen, nach Hause zu gehen. Hier finde ich es wirklich traumhaft schön», erklärte sie vor drei Wochen dem «Oltner Tagblatt». Es gab ein reichhaltiges Getränkeangebot. Aber auch Cervelats, Bratwürste, Hamburger Jalapeños oder Pommes frites.

Dima Mousa führt den Imbiss allein. «Ausser an den Wochenenden, da erhalte ich Unterstützung von meiner Familie», erzählte sie. Ob und wann die kleine Oase wieder aufgeht, ist völlig offen.

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Autorin

Kim Barbara Wyttenbach

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