Erlinsbach AG
Barmelweid muss für neue Sonnenterrasse umzonen

Auf der Barmelweid blieb in den letzten Jahren kaum ein Stein auf dem anderen.

Nadja Rohner
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Auf der Südseite der Klinik Barmelweid entsteht eine Sonnenterrasse. Dafür muss der Weg verschoben werden.

Auf der Südseite der Klinik Barmelweid entsteht eine Sonnenterrasse. Dafür muss der Weg verschoben werden.

Nadja Rohner

Der Neubau des Bettenhauses mit dem Projektnamen «Oscar» (neues Haus A) hat das Gesicht der Klinik ob Erlinsbach verändert. Das neue Gebäude wurde vor anderthalb Jahren bezogen; die Arbeiten waren da aber noch lange nicht abgeschlossen. Im Moment laufen die Bauarbeiten für den neuen Gebäudeteil zwischen dem neuen Bettenhaus und dem sanierten Haus B.

In zwei Wochen startet der Innenausbau, er dauert etwa bis Ende Jahr. «Dieser neue Zwischentrakt verbindet die beiden Gebäude und übernimmt damit wichtige Funktionen», erklärt Barmelweid-Kommunikationsleiterin Martha Brem. «Im neuen Gebäudeteil befindet sich dann der Empfang, es ist ein lichter, grosszügiger Bereich mit viel Glas und einer Treppe, die nach unten zum Restaurant führt. Von dort erreicht man auf der Südseite ebenerdig die neue Sonnenterrasse.»

Diese Sonnenterrasse ist indes der Grund, weshalb derzeit bei der Gemeinde Erlinsbach eine Teiländerung des Bauzonen- und Kulturlandplans öffentlich aufliegt. Denn damit diese Terrasse realisiert werden kann, muss der bestehende Weg davor einige Meter Richtung Süden verschoben werden. Aber damit würde er bereits in der heutigen Landwirtschaftszone liegen, die sogar mit einer Landschaftsschutzzone überlagert ist.

Damit der Weg erstellt werden kann, soll nun ein schmaler, 150 Meter langer Streifen Landwirtschaftszone (913 Quadratmeter) zu Bauzone – konkret: Klinik- und Heimzone – werden. Aber weil die Baulandfläche nicht einfach erweitert werden darf, muss gleichwertig ausgezont werden. Dafür sind zwei Flächen vorgesehen: 370 Quadratmeter Bauland gleich angrenzend zur Landwirtschafts-/Schutzzone sollen dieser zugeschlagen werden.

Ausserdem besteht im Wald nordöstlich der Barmelweid noch eine kleine isolierte Bauzone mit 540 Quadratmetern – hier stand früher ein grosser Öltank. Diese Bauzone wird nun aufgehoben.

Bis im Frühling 2021 werden die Landschaftsarchitekten und Gartenbauer die neue Umgebungsgestaltung abschliessen. «Wie es dem Credo der Barmelweid entspricht, ist das Areal naturnah gestaltet und bietet jenen Pflanzen, Bäume und Tieren einen Lebensraum, die auf der Jurahöhe heimisch sind», sagt Martha Brem.

«Kürzlich haben Spezialisten in exakter Puzzlearbeit wieder eine Trockenmauer als Ersatz für eine germörtelte Steinmauer erstellt. Der Bau von Trockenmauern zählt zu den ältesten Bautechniken der Welt.» Bereits gut erkennbar, wenn auch noch nicht fertig, ist der neue Therapiegarten auf der Nordseite des Neubaus. «Mit all diesen Massnahmen reduziert die Barmelweid die versiegelte Fläche auf dem Areal um zwei Fussballfelder – und dies trotz des Neubaus», betont Brem.

Eine Riesenparty zum Abschluss der Bauarbeiten wird es coronabedingt zwar nicht geben. Aber: «Im Laufe des nächsten Jahres sind Aktivitäten geplant, um die neue Barmelweid der Bevölkerung vorzustellen.»