Küttigen/Erlinsbach

Bank braucht einen neuen Namen – Schuld sind die Länge und die Lostorfer

Die Clientis-Bank Küttigen-Erlinsbach – hier die «Speuzer» Geschäftsstelle –wird im Spätsommer umbenannt.

Die Clientis-Bank Küttigen-Erlinsbach – hier die «Speuzer» Geschäftsstelle –wird im Spätsommer umbenannt.

Die Clientis Bank Küttigen-Erlinsbach (CKE) soll in «Clientis Bank Aareland» umgetauft werden. er Namenswechsel soll im Spätsommer vollzogen werden. Er kostete einen fünfstelligen Betrag.

Für den Verwaltungsrat der CKE ist klar: «Der aus der seinerzeitigen Fusion zwischen der Ersparnisgesellschaft Küttigen und der Ersparniskasse Erlinsbach herrührende Bankname ist nicht nur zu lang, er trifft nach Eröffnung der Lostorfer Filiale auch nicht mehr zu.» Die 1680 Aktionäre sollen deshalb an der Generalversammlung vom 23. März einer Umbenennung des Geldinstituts in «Clientis Bank Aareland» zustimmen.

Der Namenswechsel soll im Spätsommer vollzogen werden. Er kostete einen fünfstelligen Betrag. Der Begriff Aareland könnte zu Missverständnissen führen: Die CKE hat nicht die Absicht, über den Engelberg hinaus in den Raum Zofingen zu expandieren. Sie will in ihrem Stammland am Fusse der Wasserfluh und der Wartenfels bleiben.

«Sehr solides Jahresergebnis»

Gleichzeitig mit der Bekanntgabe der Umbenennungs-Pläne publizierte die Bank die wichtigsten Zahlen zu ihrem Jahresabschluss 2017. CKE-Chef Hansjörg Gloor ist zufrieden: «Wir sind stolz auf das sehr erfreuliche Jahresergebnis. Wachstum auf allen Ebenen!» Laut Meidenmitteilung wuchsen die Ausleihungen an Kunden «kräftig»: um 47,3 auf 538,1 Millionen Franken (plus 9,6 Prozent). Nicht ganz schrittgehalten hat die Zunahme von Kundengeldern: plus 38 auf 483 Millionen Franken. Doch das ist kein Grund zur Besorgnis: «Die Kundenausleihungen der CKE sind komfortabel zu 89,8 Prozent mit Kundengeldern gedeckt», schreibt die Bank.

Wie viele andere vergleichbare Banken hat die CKE damit zu kämpfen, dass der Erfolg aus dem Zinsengeschäft tendenziell rückläufig ist. Vor einem Jahr hat sie das Resultat durch Auflösung von nicht mehr erforderlichen Wertberichtigungen verbessert. Damals war die Rede von einem «einmaligen Vorgang». Jetzt wird der wiederholt. Es wurden 1,2 Millionen Franken aufgelöst (Vorjahr 770'000 Fr.). Der Nettoerfolg aus dem Zinsengeschäft stieg schliesslich auf 8,085 Millionen Franken (7,313 Mio. Fr.).

Der leicht höhere Personalbestand (neu 24 Mitarbeiter), gestiegene IT-Kosten und der Umbau am Hauptsitz in Küttigen liessen den Geschäftsaufwand um 6,1 Prozent ansteigen. Schliesslich resultierte ein Geschäftserfolg von 2,126 Millionen Franken (plus 1,2 Prozent). Die Bank ist in der Lage, ihre Reserven grosszügig zu erhöhen und die laut eigenen Angaben «bereits sehr gut ausgestattete Eigenkapitalbasis weiter zu stärken».

Vom «sehr soliden Jahresergebnis» sollen auch die Aktionäre profitieren. Zum zweiten Mal in Folge ist die Ausschüttung einer Sonderdividende von 5 Franken geplant – zusätzlich zu den zur Gewohnheit gewordenen 23 Franken.

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