Erlinsbach

Auch die letzte grosse Wiese ist bald bebaut – ab 2024 soll hier eine Siedlung entstehen

Das freie Bauland liegt östlich der Brühlstrasse (links im Bild). Erschlossen wird es von Norden.

Das freie Bauland liegt östlich der Brühlstrasse (links im Bild). Erschlossen wird es von Norden.

Im Gebiet Brühl in Erlinsbach wird 1,45 Hektar Bauland-Fläche erschlossen. Ab 2024 können dort Häuser entstehen.

Die letzte grosse unüberbaute Bauland-Fläche von Erlinsbach AG liegt im Gebiet Brühl: 14'600 Quadratmeter Wiese am Hang, auf drei Seiten von der bestehenden Siedlung und im Osten vom Wald begrenzt. Ein Gestaltungsplan für die Überbauung Brühl lag 2010 auf, wurde aber aufgrund vieler Einsprachen erst 2014 rechtskräftig.

Jetzt kann das Baugesuch für die Erschliessung der unerschlossenen Baulandparzellen eingesehen werden. Gleichzeitig liegen zwei weitere Strassenbauprojekte öffentlich auf, welche der neuen Erschliessung vorgelagert sind.

Es geht um den Umbau einer der Kreuzung Fliederweg/Gehrenstrasse/Römerweg, den Ausbau des Römerwegs und den Ausbau sowie die Verlängerung des Gartenwegs. Die Auflage dauert noch bis am 24. Februar 2020. Bisher sind laut Bauverwalter David Fiore einzelne Einwendungen eingegangen.

Strassenkreuzung soll sicherer werden

An der Sommergmeind 2019 bewilligten die Stimmbürger Kredite für den Ausbau des Römerwegs (insgesamt 1,083 Mio. Franken, inkl. Werkleitungserneuerungen) und den Umbau des Knotens Fliederweg-Gehrenstrasse-Römerweg (426'000 Franken, inkl. Werkleitungserneuerungen). Letzterer ist derzeit eine Schwachstelle im Schulwegnetz.

So heisst es im Technischen Bericht: «Der Knoten wird aus Sicht der Schulkinder (beurteilt insbesondere von deren Eltern) als undefiniert und damit gefährdend wahrgenommen.» Ausserdem erwarte man durch die Erschliessung der noch unbebauten Parzellen im Brühl künftig Mehrverkehr.

Deshalb wird der Knoten nun durch diverse Baumassnahmen übersichtlicher und sicherer gemacht. Unter anderem werden Trottoirs neu erstellt oder verlängert. Die Bauarbeiten, vorgesehen für den kommenden Sommer, dauern etwa einen bis zwei Monate.

Der Römerweg, teilweise nur 3 Meter breit, wird auf 4 respektive 4,5 Meter ausgebaut, mit einer Entwässerung und einer Beleuchtung versehen. Läuft alles nach Plan, starten diese Bauarbeiten idealerweise schon im Oktober 2020 und dauern bis Mitte 2021.

Strasse wird ab 2022 ausgebaut und verlängert

Danach starten der Ausbau sowie – etwa ab Frühling 2022 – eine 250-Meter-Verlängerung des Gartenwegs, über den das Gebiet Brühl letztlich erschlossen wird. Der Weg bekommt eine Beleuchtung, eine Strassenentwässerung und am Ende einen Wendeplatz. Er wird für Autos also nicht durchgängig, für Fussgänger jedoch schon. Weil der bestehende Gartenweg auf 4,5 beziehungsweise 3,5 Meter ausgebaut wird, sind umfangreiche Landerwerbsverfahren nötig.

Sie laufen bereits auf Hochtouren. Im Bereich Brühl ist das Landumlegungsverfahren bereits abgeschlossen und rechtskräftig. Die Investitionskosten für den Ausbau und die Verlängerung des Gartenwegs betragen inkl. Werkleitungsausbauten total 3,51 Mio. Franken.

Die eigentlichen Hochbauten auf den Baulandparzellen entstehen frühestens ab 2023. Auf drei grossen Baufeldern im Norden des Areals dürfen nur Terrassenhäuser gebaut werden.

Daneben sind auf sechs weiteren, kleineren Parzellen auch andere Bauformen erlaubt – vom Einfamilien- bis zum kleineren Mehrfamilien- oder Terrassenhaus. Erlinsbach AG, das derzeit um die 4260 Einwohner zählt, wächst weiter.

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