Tötungsdelikt Rupperswil

64-Jähriger erdrosselte demente Ehefrau und soll nun 10 Jahre ins Gefängnis

In diesem Haus wurde die Frau getötet.

Tötungsdelikt Rupperswil

In diesem Haus wurde die Frau getötet.

Das Tötungsdelikt in Rupperswil geschah vor zwei Jahren: Der 64-jährige Fritz W. hat seine 73-jährige demenzkranke Frau in der Wohnung erdrosselt. Er schlief neben der Leiche bis die Polizei ihn fand. Der Rentner soll nun für 10 Jahre hinter Gitter.

Vor zwei Jahren hat der 64-jährige Fritz W. aus Rupperswil seine 73-jährige Ehefrau in der gemeinsamen Wohnung erdrosselt. Diese litt schon seit Jahren an schwerem Alzheimer und bedurfte der Pflege ihres Mannes. Die Polizei hatte nach einem Hinweis des Arbeitsgebers die Wohnung besucht. Dort fanden sie den 64-Jährigen und die Leiche seiner Frau vor. Diese lag im Bett, er hatte mehrere Tage noch neben ihr geschlafen. Der Rentner gestand damals seine Tat sofort. Er hatte Mitleid mit seiner Frau und wollte sie erlösen, sagt er damals.

Die Staatswanwaltschaft hat nun Anklage gegen Fritz W. erhoben, dies ergaben Recherchen von Tele M1. Der heute 66-jährige Rentner soll unter anderem wegen vorsätzlicher Tötung 10 Jahre ins Gefängnis. Die hohe psychische Belastung wird Fritz W. angerechnet, weshalb nicht die Höchstrafe von 20 Jahren gefordert wird. Der Fall kommt vor das Bezirksgericht Lenzburg.

Das Todesdrama hatte vor zwei Jahren für Diskussionen gesorgt. Dabei wurde unter anderem Sterbehilfe für Demenzkranke und ihre Angehörigen gefordert. Damit sollten solche Verzweiflungstaten wie die von Fritz W., der wohl völlig überfordert war, verhindert werden.

Rupperswiler soll wegen Mord an demenzkranker Frau 10 Jahre ins Gefängnis

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