Bildungsraum Nordwestschweiz

2000 Berufsleute wollen jetzt Lehrer werden

Eine Lehrerin unterrichtet ihre Schulklasse (Archiv).

Eine Lehrerin unterrichtet ihre Schulklasse (Archiv).

Der Ansturm auf das neue Studienangebot, mit dem erfahrene Berufsleute zu Pädagogen ausgebildet werden sollen, ist gross.

Anfang Juli dieses Jahres haben die Kantone des Bildungsraums Nordwestschweiz (Aargau, Basel-Landschaft, Basel-Stadt und Solothurn) gemeinsam mit den Kantonen Bern und Zürich ein Massnahmenpaket präsentiert, mit welchem die Rekrutierung von Lehrpersonen verstärkt werden soll.

Grund dafür ist der zunehmende Mangel an Lehrpersonen, der sich in vielen Kantonen der Deutschschweiz teilweise bereits heute auswirkt. Eine zentrale Massnahme zur Behebung des Pädagogenmangels ist die Einführung eines verkürzten Studiums für erfahrene und Berufspersonen.

Bei der  Pädagogischen Hochschule der Fachhochschule Nordwestschweiz (PH FHNW) haben sich seither über 2000 Personen gemeldet, die Interesse haben, sich in einem speziellen Lehrgangs zum Lehrer oder zur Lehrerin ausbilden zu lassen. Dies teilte die PH FHNW gestern in einem Communiqué mit.

Eine «hochwertige Ausbildung»

Die Bildungsraum-Kantone und Wert darauf, dass das neu angebotene Studium «eine hochwertige Ausbildung» gewährleiste, heisst es in der Mitteilung. Die Studierenden würden dabei die regulären Studienmodule und keine «Sonderkurse» besuchen. Der Unterschied zu einem regulären Studium bestehe lediglich darin, dass die Berufserfahrung beim neuen Angebot besonders hoch gewichtet und individuell angerechnet werden könne.

Nur wer sich über eine erfolgreiche Berufstätigkeit ausweise und eine anspruchsvolle Eignungsabklärung bestehe, könne mit dem neuen Studienprogramm beginnen, heisst es weiter. 

250 Studienplätze im kommenden Jahr

2011 stehen für die Ausbildung von Quereinseteigern in den Lehrerberuf rund 250 Studienplätze zur Verfügung. Das Studienangebot für erfahrene Berufspersonen, das als Teilzeitstudium angelegt wird, ist bis 2016 befristet.

Sie seien überzeugt, dass dank dieser Sofortmassnahme den Schulen bald mehr Lehrpersonen mit einem für die Schule wertvollen Erfahrungshintergrund zur Verfügung stehen, schreiben die Bildungdirektoren der betroffenen Kantone in ihrem Communiqué. Wie sich die über das verkürzte Studium ausgebildeten Lehrpersonen im Unterricht bewähren, soll durch eine mehrjährige Begleitforschung evaluiert werden. (bau)

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