1. Mai
Trotz Pandemie und strömendem Regen: Am Tag der Arbeit wurde auch im Aargau demonstriert

Anders als im letzten Jahr geht es am 1. Mai 2021 wieder auf die Strassen. Am Samstag gab es Demonstrationsmärsche in Aarau, Baden und Rheinfelden.

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Aarau

Silvia dell‘Aquila, Lelia Hunziker und Irène Kälin
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Silvia dell‘Aquila, Lelia Hunziker und Irène Kälin

Anja Suter

Trotz strömenden Regens zogen die Demonstrantinnen und Demonstranten um 14.05 Uhr ausgestattet mit roten Masken vom Bahnhofplatz zum Aargauerplatz. Dort sprachen die beiden SP-Grossrätinnen Silvia Dell‘Aquila und Lelia Hunziker sowie Nationalrätin Irène Kälin (Grüne). «Gerade dieses Jahr ist es besonders wichtig, unsere Forderungen und Anliegen auf die Strasse zu bringen», sagt Silvia Dell‘Aquila. (asu)

Baden

Ursula Burgherr

Corona-Zeit, Wochenende und strömender Regen: Unter schlechteren Voraussetzungen hätte die 1. Mai -Feier in Baden kaum stehen können. Trotzdem liessen es sich gegen 150 Demonstrantinnen und Demonstranten nicht nehmen, mit ihren Transparenten und Bannern durch die Badener Innenstadt zu ziehen. «Es ist wichtig, dass wir Präsenz zeigen – auch unter widrigen Umständen», meinte Mia Jenni von der Geschäftsleitung Juso Schweiz. Neben der Juso waren die SP und Mitglieder weiterer linken Vereinigungen sowie den Gewerkschaften Unia und VPOD vor Ort.

Rednerin Katharina Prelicz-Huber, Präsidentin VPOD und Nationalrätin Grüne, plädierte für gerechte Arbeitsbedingungen. Und faire Löhne, die in jedem Berufssegment zum Leben reichen. Zoe Sutter, Präsidentin Juso Aargau, pochte auf Klimaschutzgesetze, die bis 2030 Netto-Null Treibhausgase zum Ziel haben; und nicht – wie bisher - gerade mal an der Oberfläche kratzen. Corona habe gezeigt, wie viel möglich sei, wenn der politische Willen da ist. «Die Zeit ist so reif wie nie für eine soziale Wende», war der allgemeine Tenor. An die strenge Maskentragepflicht, zu der wiederholt aufgerufen wurde, hielten sich alle. (Ursula Burgherr)

Diverse Häuser mit Parolen besprayt

Im Badener Einkaufsviertel wurden am Samstag diverse Liegenschaften mit 1.-Mai-Parolen besprayt. Betroffen sind insbesondere Häuser in der Badstrasse. Die Polizei war bereits am Vormittag vor Ort und hat die Schäden registriert, wie die Mitarbeiterin eines Restaurants sagt: «Wir haben erfolglos versucht, die Farbe zu entfernen. Es ist mühsam». (pkr)

Mit Bezug zum 1. Mai versprayten unbekannte Täter in Baden zahlreiche Fassaden und Objekte.
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Mit Bezug zum 1. Mai versprayten unbekannte Täter in Baden zahlreiche Fassaden und Objekte.
Mit Bezug zum 1. Mai versprayten unbekannte Täter in Baden zahlreiche Fassaden und Objekte.
Mit Bezug zum 1. Mai versprayten unbekannte Täter in Baden zahlreiche Fassaden und Objekte.
Mit Bezug zum 1. Mai versprayten unbekannte Täter in Baden zahlreiche Fassaden und Objekte.
Mit Bezug zum 1. Mai versprayten unbekannte Täter in Baden zahlreiche Fassaden und Objekte.

Mit Bezug zum 1. Mai versprayten unbekannte Täter in Baden zahlreiche Fassaden und Objekte.

Kapo AG

Bremgarten

Bild: MZM

In Bremgarten war keine offizielle 1. Mai-Feier geplant, dafür hing an der Eisenbahnbrücke über die Reuss ein riesiges Transparent mit der Aufschrift «Leben statt Lohnarbeit». Angebracht wurde das Banner möglicherweise von Personen aus dem Umfeld des autonomen Kulturzentrums Bremgarten (Kuzeb). Zudem versammelten sich rund vierzig Menschen anlässlich zum 1. Mai in der Bremgarter Altstadt - «selbstbestimmt», wie das Infoportal Barrikade schreibt. Die Teilnehmenden waren mit Fylern und einem Transparent unterwegs. Ihr Motto: Kapitalismus ist die Krise - Gesundheit statt Profit!

Rheinfelden

Zur 1.-Mai-Kundgebung am Roten Haus in Rheinfelden kamen rund 60 Interessierte, um den Kurzreferaten von Grossrätin Claudia Rohrer, Tom Steiner, Kandidat Stadtrat für die SP Rheinfelden, Rolf Schmid, Präsident SP Bezirk Laufenburg, Vreni Buol-Lüscher, Gemeinderätin Gipf-Oberfrick und Dariyusch Pour Mohsen, Jugendsekretär Unia AG-NWS zu folgen. Die Kundgebung stand unter dem Motto: Zeit für die soziale Wende. Die Kundgebung wurde von Elisabeth Burgener Brogli und Werner Erni moderiert. Dem organisierenden 1.-Mai-Komitee steht Albert Gassmann als Präsident vor. (Horatio Gollin)