Das angekündigte grosse Musical «Satans-Saat» mit 120 Mitwirkenden in Bremgarten fällt ins Wasser. Eine enttäuschende Neuigkeit, zumal das Projekt in Form eines «Kick offs» im Frühjahr 2011 angestossen worden war. Zudem hatte die aargauische Regierung aus dem Swisslos-Fonds einen Unterstützungsbeitrag von 3000 Franken überwiesen.
Regisseur Thomas Dietrich war bereits verpflichtet und die Verhandlungen mit den wichtigsten Solisten waren angelaufen.
«Risiko zu hoch»
Warum kommt es im November 2012 nicht zur Aufführung des Werks, das der Belgier Bert Appermont vor zehn Jahren für synfonisches Blasorchester, Chor und sieben Solisten/Solistinnen komponierte? «Satans-Saat wurde aus mehreren Gründen eingestellt», bedauert Projektleiterin Margrit Stutz (Berikon), die in der 50-köpfigen Stadtmusik Bremgarten Querflöte spielt. Letztlich hätten beide Vereine - sowohl die Stadtmusik Bremgarten als auch der Chor aus Zürich-Affoltern - die finanziellen Risiken und den zeitlichen Aufwand als zu hoch eingestuft.
Dissonanzen hinter den Kulissen
Die Suche nach Sponsoren gestaltete sich schwieriger als erwartet. Via Sponsoring und Fundrising wollte man einen Betrag in der Grössenordnung von 40 000 Franken zusammenbringen. Beim Beschluss, aufs Musical zu verzichten, war dieses Sammelziel nicht erreicht.
Laut Projektleiterin Margrit Stutz fiel aber ein anderer finanzieller Aspekt mehr ins Gewicht: die Besuchereinnahmen. Das Casino Bremgarten hätte bei den sechs geplanten Aufführungen stets gut bis sehr gut belegt sein müssen. Man befürchtete, die budgetierte Besucherzahl klar zu verpassen.
Ausserdem gelang es dem Stadtmusik-Partnerchor «Spirit of Gospel» nicht, in Zürich ebenfalls einen Musical-Aufführungssaal zu buchen. Im Weiteren hatte ein Auftritt des Chors am Stadtmusik-Jahreskonzert im November 2011 Unstimmigkeiten ausgelöst. Der als Musical-Promotion gedachte Akt missriet. So schwand in beiden Vereinen die Hoffnung, das aufwendige Musical gemeinsam erfolgreich aufführen zu können.