Vergeben wird die Auszeichnung für sechs Arbeiten, die in Zürich, Genf und Lausanne entstanden. Vier stammen aus der Grundlagenforschung, zwei aus der klinischen Forschung, wie es in einer Mitteilung zur Preisverleihung vom Donnerstag heisst.
Wie man eine Herzklappe schonend per Katheter ins Herz injiziert und so eine Operation am offenen Herzen vermeidet, fanden Benedikt Weber und Maximilian Emmert vom Universitätsspital Zürich heraus. Jean-Philippe Theurillat und Stefan Metzler von ETH und Unispital Zürich erkannten die zentrale Rolle des URI-Gens beim gefährlichen Eierstock-Krebs und fanden damit einen wichtigen Angriffspunkt.
Entwicklung kann von den Erkenntnissen profitieren
Nicole Joller und Stefan Weber fanden an der ETH Zürich heraus, wie Antikörper gegen Bakterien helfen, die sich im Inneren von Zellen vermehren. Dies könnte bei der Entwicklung von Impfstoffen beispielsweise gegen Tuberkulose helfen.
An der Uni Genf und der ETH Lausanne kamen Juliane Britz und Dimitri Van de Ville dem Aufbau von bewussten Gedanken im Gehirn auf die Spur. Lukas Baitsch untersuchte an der Uni Lausanne Zellen, die bei der Bekämpfung von Schwarzem Hautkrebs versagten und fand heraus, wie sie wieder fit gemacht werden können.
Parasiten, die jährlich mehr als 650'000 Todesfälle verursachen, erforschte Joana Santos an der Uni Genf. Am Beispiel der Toxoplasmose fand sie den Eiweissstoff, der das Signal zur Vervielfältigung gibt, und die Methode, wie die Parasiten im Innern von Zellen gefangen und an der Vermehrung gehindert werden können.
Zum 21. Mal stattgefunden
Die Firma Pfizer vergibt den Forschungspreis seit 1992 in den folgenden Fachbereichen: Herz/Kreislauf, Urologie und Nephrologie; Infektionologie, Rheumatologie und Immunologie; Neurowissenschaften und Erkrankungen des Nervensystems sowie Onkologie.
Dieses Jahr wurden Arbeiten aller vier Fachbereiche ausgezeichnet. Mit den zehn diesjährigen Preisträgern wurden bisher insgesamt 228 Forscherinnen und Forscher geehrt. Die Preissumme veränderte sich im Laufe der Zeit: In den ersten Jahren betrug sie 60'000 Franken, stieg dann schrittweise auf 500'000 an und nahm ab 2008 langsam wieder ab. Seit 2010 werden jährlich 150'000 verteilt.