Sie sind bescheiden die Schönenwerder. Auch nach dem überraschend deutlichen 3:0-Heimsieg gegen die Genfer aus Chenois will man sich partout nicht zu den Meisterschafts-Favoriten zählen. «Die Liga liegt so nah beieinander. Wir nehmen einfach Spiel für Spiel und schauen was passiert. Eine Zielsetzung für die Playoffs haben wir nicht», stellt TVS-Trainer Marco Bonaria klar. Durch den Erfolg über die Westschweizer hat man sich jedenfalls in der Tabelle wieder auf dem 1. Platz festgesetzt. Die Vorzeichen könnten also besser nicht sein.
«Am Ende ist alles möglich»
Zutrauen kann man dem TVS sicherlich einiges, denn die Mannschaft strotzt nur so vor Selbstvertrauen. Nach dem klaren Playoff-Sieg sowieso. Das Erfolgsrezept steckt vor allem in der unbekümmerten und kreativen Spielweise. Siegzwang? Gibt's hier nicht. „Da setzen sich andere Teams deutlich mehr unter Druck, um die Meisterschaft für sich zu entscheiden", ergänzt Universal-Spieler Noah Eichenberger. Das «M»-Wort rutscht bei den Solothurnern (noch) niemandem über die Lippen. «Wir sind sicher nicht der Favorit. Aber wer weiss, am Ende ist alles möglich», sagt Eichenberger.
Noch sieben Mal bewähren
Um am Ende ganz oben zu stehen, müssen sich die Schönenwerder noch in sieben Partien bewähren. Immerhin: Die beiden nächsten Spiele werden ebenfalls zu Hause ausgetragen. Kommt hinzu, dass der Playoff-Leader bisher kein einziges Heimspiel in Däniken verloren hat. Da mutet es fast komisch an, wenn Noah Eichenberger «den fünften Platz» als Minimalziel formuliert. Aber so sind sie beim TVS. Bescheiden - und damit äusserst erfolgreich.