Die letzten drei Minuten im dritten Durchgang waren angebrochen. Die Admirals liegen 2:4 in Rückstand gegen Leader Oberwil Rebells. Den Gastgebern gelingt ein gepflegter Spielaufbau. Stürmer Marc Häusermann spielt einen perfekten Pass auf Verteidiger Matias Flück, dieser fasst sich ein Herz und drückt ab: Anschlusstreffer für die Admirals.
Was folgte, waren rasante letzte Minuten. Die Admirals warfen nun alles nach vorne – Torhüter Daniel Ruf machte einem weiteren Feldspieler Platz – und suchten druckvoll und mit viel Körpereinsatz den Ausgleich. Doch die Zuger Gäste überstanden die Sturm-und-Drang-Phase der Platzherren unbeschadet. Trotz grossem Kampfgeist gelang den Admirals der Ausgleich nicht mehr.
«Eines der besten Spiele der Saison»
Klub-Präsident Beat Fey zeigte sich nach dem Spiel trotzdem sehr zufrieden mit der gezeigten Leistung: «Das war eines der besten Spiele in dieser Saison. Wenn wir immer so gespielt hätten, wären wir in der Tabelle etwas weiter vorne.»
Das knappe 3:4-Endresultat war vor dem Spiel nicht zu erwarten, gingen doch die Oberwil Rebells als klare Favoriten in die Partie. Zudem mussten die Admirals auf einige Stammspieler sowie auf Coach Andreas Eschmann, welcher im Ausland weilt, verzichten.
Knappes Spiel in Eiseskälte
Einige Zuschauer, die trotz der herrschenden Eiseskälte den Weg an den Spielfeldrand gefunden hatten, schienen zu riechen, dass etwas drinliegen würde. «Ich glaube, das wird ein enges Spiel. Wahrscheinlich verlieren wir am Schluss ganz knapp», meinte ein Fan vor dem Anpfiff. Er sollte recht behalten.
Die Admirals stiegen beherzt ins Spiel und zeigten keine Angst vor dem scheinbar übermächtigen Gegner. Auch vom 0:1-Rückstand, den sie in der zehnten Minute zulassen mussten, liessen sie sich nicht einschüchtern. Eine Minute später gelang Roman Holliger mit einem satten Weitschuss der Ausgleich. Danach mussten die Gastgeber die Rebells ziehen lassen.
Miserable Chancenauswertung
Das zweite Drittel war umkämpft. Weder die Admirals noch die Rebells konnten das Spieldiktat an sich reissen. Und wäre die Chancenauswertung der Platzherren nicht so miserabel, wäre gestern sogar ein Sieg möglich gewesen. Bedanken durften sich die Admirals aber auch bei ihrem Goalie, welcher die Heimmannschaft mit tollen Paraden immer wieder im Spiel hielt.
Nach ärgerlichen Niederlagen gegen eigentlich schwächere Teams scheint es mit den Seetal Admirals wieder aufwärtszugehen. «Die Moral ist eindeutig besser als noch gegen Hägendorf oder Worblaufen, wo wirklich der Wurm drin war», analysierte Präsident Fey nach dem Spiel. «Heute zeigte die Mannschaft eine tolle Leistung. Schade, dass die Chancenauswertung nicht besser ist.» Eine eindrückliche Leistung zeigte auch Junior Roger Galliker, der sich in seinem zweiten NLB-Spiel gut in die Mannschaft einfügte und den Gegner mit seiner Schnelligkeit durchaus unter Druck zu setzten vermochte.