Der EHC Zuchwil Regio hat die Qualifikation inklusive Masterround auf dem 2. Rang beendet. Der angepeilte Erfolg ging an Burgdorf, welches in dieser Saison einen starken und konstanten Eindruck vermittelt. Für Zuchwil war der Start in die Meisterschaft sehr gut, nach der Auftaktniederlage liessen die Spieler von Trainer Stefan Gerber 13 Siege en suite folgen. Danach war aber in der Rückrunde und auch während der Masterround ein wenig der Wurm drin. So richtig an die Leistungsgrenze kamen die Solothurner bisher noch nicht, zuweilen fehlte es auch an der Konstanz. Aber das spielt ab heute mit dem Playoff-Start keine Rolle mehr.
Als Zweiter steht Zuchwil dem Siebten Zunzgen-Sissach gegenüber. Die Baselbieter hielten lange vorne mit und konnten in der Qualifikation ihr Heimmatch gegen Zuchwil mit 5:0 positiv gestalten. Vonseiten des Favoriten geht man gerade nach dem 7:0-Sieg über Wiki-Münsingen zum Abschluss optimistisch in die Best-of-Five-Serie, Stefan Gerber: «Es wäre schlecht, wenn ich kein gutes Gefühl hätte. Wir haben am Dienstag nochmals Moral und Selbstvertrauen getankt. Es tat uns gut, dass wir sieben verschiedene Torschützen hatten. Zudem wahrten wir in heiklen Momenten die Disziplin. Wir gehen positiv in die Playoffs.»
Chef-Verteidiger fällt aus
Einen Wermutstropfen hatte die Begegnung am vergangenen Dienstag. Stefan Wüthrich wurde hart angegangen, fiel unglücklich in die Bande und brach sich dabei das Schlüsselbein. Wüthrich ist im Team unbestritten der Chef-Verteidiger und prägt das Powerplay stark mit. Der Ausfall schwächt Zuchwil klar. Dabei waren Gerbers Sorgen in der Abwehr bereits zuvor nicht gerade klein, denn Leisi ist seit Längerem krank und die Breite besticht bisher noch nicht mit der notwendigen Qualität. «Leider ist auch die Situation mit Blumenthal unsicher. Sofern er einmal in Olten in den Playoffs zum Einsatz kommt, darf er uns nicht mehr verstärken», so Gerber.
Der Trainer schätzt Zunzgen-Sissach folgendermassen ein: «Sie haben in ihrem Kader ein paar gute Einzelspieler, die eine Partie entscheiden können. Ansonsten vergleiche ich sie mit Wiki, sie sind kämpferisch gut und bringen ihre Physis ein.» Dem entgegen wollen sich die Zuchwiler auf ihre Art besinnen. «Ganz klar, wir wollen unsere läuferischen Vorteile ausnutzen. Zudem müssen wir technisch sauber arbeiten und die Passqualität im Aufbau hochhalten.»
Einen Ausblick über die Serie will Gerber nicht wagen. Man wolle jedes Spiel gewinnen, ist sich aber bewusst, dass ZS ein unbequemer Gegner ist. «Ich traue ihnen einen Lucky Punch zu. Aber wir wollen unsere Konzentration hochhalten und konservieren.»