Fussball
Aktualisiert am 20.02.12, um 12:00 von Sebastian Wendel
 

Gilles Yapi ist kampfbereit: «Bayern sollte Angst vor uns haben»

Gilles Yapi (links) und Philipp Lahm trafen mit ihren Klubs bereits in der letzten Saison aufeinander.Imago
Der Sieg gegen Bayern eine Träumerei? Nicht für Gilles Yapi. «Wir können Bayern schlagen, sie sollten Angst vor uns haben», sagt der Ivorer. Und erzählt, warum er fest an ein Weiterkommen gegen das deutsche Spitzenteam glaubt. von Sebastian Wendel
 

«Hey, wir haben Manchester geschlagen. Wir haben nichts zu verlieren, Bayern aber steht unter riesigem Druck. Ich weiss aus eigener Erfahrung, dass das die Leistung hemmen kann.»

Aber Angst? Die Bayern sollten Angst vor dem «kleinen» FC Basel haben? «Ich bin sicher, Bayern würde lieber gegen Manchester als gegen uns spielen, da würden sie wissen, was auf sie zukommt. Wir haben aus den Fehlern vor einem Jahr gelernt, die passieren uns nicht noch einmal. Sie haben damals gewonnen und brauchten sich nicht mehr um die Partien gegen uns zu kümmern.»

Die Stärke der Bayern

Yapi spricht das Hinspiel in der letztjährigen Champions-League-Gruppenphase an. Zwei Standardsituationen haben am 28. September 2010 den Unterschied zwischen Basel und Bayern ausgemacht. Erst verwandelte Bastian Schweinsteiger einen von Benjamin Huggel verschuldeten Penalty. Und in der allerletzten Spielminute sorgte das Münchner Eigengewächs nach einem Freistoss dafür, dass die Basler trotz überzeugender Leistung leer ausgingen.

Das unvergessene Tor von Alex Frei, der nach einem Traumpass von Streller den Ball in den Winkel schlenzte, hatte nur noch statistischen Wert. «Zweimal haben wir damals nicht aufgepasst», sagt Yapi, «und so was nützt Bayern gnadenlos aus, darum sind sie so stark.»

Die Stärke des Gegners hätten sie auch im Rückspiel in München zu spüren bekommen. Das Resultat von 0:3 aus Basler Sicht fiel laut Yapi zu hoch aus. «Streller hatte eine gute Chance ausgelassen, Bayern hingegen seine verwertet. Es war ähnlich wie im Hinspiel.»

Die Rolle des Jokers

Yapis Augen strahlen, als er von den letzten Duellen erzählt. «Ich habe schon viele grosse Spiele gemacht, aber gegen Bayern anzutreten, das ist etwas ganz Besonderes.» Die Stimmung damals im St.-Jakob-Park, aber auch die «wunderschöne Allianz-Arena», das werde er nie mehr vergessen.

Die Nummer 10 des FC Basel war damals und bis zum Ende der letzten Saison ein Fixpunkt im Team. Dann, es war das zweite Spiel der aktuellen Spielzeit, riss Yapi auf dem Neuenburger Kunstrasen das Kreuzband. Ausgerechnet gegen seinen ehemaligen Arbeitgeber gab Yapi am vergangenen Donnerstag sein Comeback. «Ich bin einfach nur glücklich, wieder dabei gewesen zu sein», sagt er.

Grosse Ansprüche stellt Gilles Yapi dieser Tage noch nicht. «Die anderen sind im Rhythmus, das muss ich aufholen.» Für das Bayern -Spiel nehme er die Rolle des Jokers gerne ein. «Wenn ich reinkomme, will ich neue Inputs geben», sagt er. An wessen Seite, das sei ihm egal.

Yapi setzt auf Shaqiri

Dürfte Gilles Yapi Trainer spielen, sein Augenmerk läge auf der Offensive. «Ich würde den Jungs sagen, dass sie wie in der Super League oder gegen Manchester auftreten sollen. Vorne sind wir sehr stark.» Nicht nur Alex Frei oder Streller, auch Fabian Frei, Xhaka oder Shaqiri könnten für Tore sorgen.

Insbesondere vom zukünftigen Münchner Xherdan Shaqiri erhofft sich Yapi viel. «Xherdan ist auf Abschiedstour, er will den Baslern ‹Danke› sagen für ihre Unterstützung. Am schönsten wäre, er täte dies mit Toren gegen Bayern.»

 

(bzBasel)
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