Emch wurde im Januar 2010 gewählt und hat ihre Demission letzten September angekündigt. Nachdem sich nach der ersten Ausschreibung bis Mitte Oktober 2011 niemand meldete, hat sie ihre Amtszeit bis Ende Februar verlängert. «Der Gemeinderat wird nun gemäss Gemeindegesetz §115.2 vorgehen», lässt Vizegemeindepräsident Christoph Isch auf Anfrage verlauten.
Konkret heisst das: Amtszwang. Im Gemeindegesetz heisst es nämlich: Falls sich trotz angesetzten Wahlgangs keine Kandidaten oder Kandidatinnen zur Wahl stellen, ist der Gemeinderat befugt, die freie Stelle auf Berufung hin zu besetzen. Der Gemeinderat hat noch keine konkreten Ideen, wen er «verknurren» wird, wie Isch erklärt.
Notfalls könnte er das Gemeindepräsidium ad interim übernehmen – Gleiches hat er vor der Wahl von Renate Emch schon einmal übergangsweise getan. «Wir sind darum nicht extrem unter Druck.» Aetigkofen ist eine der Gemeinden, die möglicherweise per 1. Januar 2014 fusioniert. So oder so muss das Gemeindepräsidium bis mindestens Ende der Legislatur im Jahr 2013 besetzt werden.