Bei den Einsatzarten fällt auf, so Allemann, dass 2014 der letzte grössere mit drei und mehr Druckleitungen erfolgte. Im Berichtsjahr mussten drei Mal eine oder zwei Druckleitungen erstellt werden. Das betraf den Ofenbrand in der Kaffeehalle, einen Brand auf einem Balkon und einen in einer Décolletage-Firma.

Wie im Vorjahr erfolgten zwölf Einsätze bei Bränden, ferner acht bei Elementarschäden und fünf bei Liftrettungen (alle etwa im Ausmass der Vorjahre), um nur die wichtigsten zu nennen. Ferner etliche kleinere: Abfalleimer-, Backofen-, Muldenbrand und dergleichen. Dazu kamen 23 «diverse» Einsätze, vom Büsi auf dem Baum über Chemie- und Ölwehr bis zur Überschwemmung beim Verenabach.

Das erfreuliche Fazit des Kommandanten: «Wir haben unsere wenigen Einsätze rasch und fachgerecht bewältigt, keinen Unfall und wenig Materialschaden verursacht und damit öfters Dank und Lob erhalten.»

Fast 18 000 Kilometer unterwegs

Alle 15 Fahrzeuge der Feuerwehr Solothurn kamen dabei situationsgerecht zum Einsatz, davon vier Mal in Feldbrunnen. Zusammen mit Übungen wurden dabei 17 901 Kilometer gefahren und 3512 Liter Treibstoff verbraucht. An der Hauptübung wurde das neue Modulfahrzeug der Bevölkerung vorgestellt. Derzeit läuft die Evaluation für zwei weitere Fahrzeuge, die das Tanklöschfahrzeug und den Kommandowagen ablösen sollen.

Alarme durch Brandmelder

Aufgeboten durch 54 der total 165 Brandmeldeanlagen wurde die Feuerwehr Solothurn im letzten Jahr 82-mal. Auslöser waren: vergessene Kerzen, schlechter oder kein Untersatz, staubige Luft (Schleifen, Bohren), Arbeiten mit Lösungsmitteln, falsche Bedienung, technische Ursachen (Elektronik, Blitz, Unterhalt), Wasserdampf, Esswaren im Toaster vergessen.

Die vielfältigen Aufgaben wurden mit dem Korps, das derzeit aus 78 Angehörigen der Feuerwehr besteht, zehn Prozent davon sind Frauen, bewältigt. Damit ist der Soll-Bestand von 80 nahezu erreicht. 67 Feuerwehrleute besuchten 123 Kurstage. Für das Jahr 2017 ist eine markante Erhöhung auf 175 Kurstage mit insgesamt 87 Angehörigen vorgesehen.

Boris Anderegg, stellvertretender Kommandant und Pikettchef, Iwan Bieri und Philipp Stucki (Chefs Löschzug und Atemschutz) berichteten über die speziellen Gegebenheiten wie Absenzen in der Ausbildungstätigkeit. Befördert wurden zum Gefreiten: David Bichsel, Kevin Kaufmann, Patrick Käppeli, Michael Künzi, Alexander Müller und zum Hauptmann Iwan Bieri. Philippe Stucki erhielt Dank- und Glückwunsch zu seiner 15-jährigen Zugehörigkeit zur Feuerwehr.

Abschied und Eintritt

Besonders verabschiedet wurden Ramona Angelini und Bernard Meylan – beide hatten zehn Jahre Feuerwehrdienst geleistet – so wie Erich Hohermuth (seit neun Jahren in der Feuerwehr Solothurn, seit 2011 als Hauptmann) und Bruno Müller (22 Jahre, seit 2009 Hauptmann). Weiter sind ausgetreten Alexander Weber, Tobias Baumann, Tinoco Ferreira, Oliver Hübner, Philipp Imboden, Reto Koller, Dustin Persson, Kolja Gerlach, Dominique Misteli, Michael Meise, Simon Wyss, Luca Testa, Sophie Schwittek, Halil Ygit, Fabio Grosso, Daniele Grambone und Livio Wyss.

Neu eingeteilt werden konnten für dieses Jahr Roman Bur, Simon Brotschi, Sheryl Casanova, Carlo Weber, Michael Zbinden, Jannick Kocher, Andrei Mayer, Ali Al-Bayati, Sandra Waibel, IvanTujkic und Matthias Pracht.

Stadtpräsident Kurt Fluri, der den Gesamtrapport immer besucht, dankte allen, die sich in der Feuerwehr einsetzen: «Wir wissen, was wir an ihr haben!» Er gab – auch und gerade an Arbeitgeber gerichtet – zu bedenken: «Wer so seine Pflicht erfüllt, ist von Pflichtbewusstsein getragen. Und welcher Arbeitgeber hat nicht gern pflichtbewusste Mitarbeitende.»