Thomas Denzel, Geschäftsführer von Radio 32, nennt Gründe für die diesjährigen Änderungen: «Wir entsprechen damit dem Wunsch vor allem aktiver Fasnächtler, die ihre eigenen Beiträge wegen einer Live-Übertragung gar nicht selbst mitverfolgen können. So steht für den 4. März ab 19 Uhr ein fünfstündiges Fasnachts-Special auf Radio 32 an. Dort werden die närrischen Aktivitäten der ganzen Region Revue passiert.
Live oder doch lieber nicht live?
Auf der anderen Seite goutierten einzelne Narren die Tatsache nicht, dass Tele Bärn seit diesem Jahr eine Live-Übertragung vom sonntäglichen Umzug lieferte. Ein Grund: Wenn das Publikum das Spektakel statt in den Gassen im TV-Sessel mitverfolge, beeinträchtige dies den Plakettenverkauf. Christoph Gerber, Leiter Technik & Produktion bei Tele Bärn, winkt ab: «Erfahrungen mit dem Umzug in Biel haben gezeigt, dass der Umsatz keineswegs wegen einer Live-Übertragung schwindet.» Ausserdem: «Für uns ist die Live-Sendung ein Mehrwert. Wir bieten Fasnacht für jene, die nicht selbst hingehen können.»
Und da sei gerade der Umzug ein «dankbares, weil bewegtes und buntes Motiv». Die Neuerung war im Übrigen auch Grund dafür, dass der Kamerastandort umdisponiert werden musste: Die Live-Übertragung erfolgt via Satellit und erfordert einen idealen Standpunkt. (ak)