Die Balustraden waren besetzt und auch im Höfli selbst harrte das Publikum zahlreich in der Kälte aus. Doch trotz der eisigen Temperaturen: Bei guten Schnitzelbänken zögerte das Publikum keinesfalls, die Handschuhe zum Klatschen öfters auszuziehen.
Mit von der Partie waren Voceria, Schnäddergäggse, G.O.R.P.S, Stedtlischiisser, Schilfrohrsänger, Ambassadore Bäse, Spötterfunkä, Füuzlüüs und Elisi.
Es war bereits nach 22.30 Uhr, als die Stedtlischiisser vor das Publikum traten. Bekanntestes Mitglied: Ständerat Pirmin Bischof, der zuvor bereits ein sehr beliebtes Ziel der Schnitzelbänke war. «Der Mann, der eigentlich ein Bischof ist, aber zu allen kardinalen Fragen Stellung nimmt», wurde Bischof vom Moderator angekündigt.
Bischof wurde das Reden verboten
Mit italienischem Akzent trat Stedtlischiisser-«Frontsänger» Pirmin Bischof als Marco Solari vors Publikum. Neben ihm Windenergie-Spezialist Blasius van Vorn und Hinten sowie weiteren Figuren, die die Energiewende kritisch beleuchteten - etwa die Wende von Atom-Doris zur Atom-Gegnerin. Mit Lady Gaga wurde sie auf die Schippe genommen. Nicht unter - oder eben doch - ging bei den Stedtlischiissern auch das Polizeiboot, das durch seine Brände kräftig für Wärme sorgte.
Doch auch für Bischof gab es eine Zeit des Schweigens. Seine eigene Gruppe verbot Bischof das Reden und machte sich über die mediale Omnipräsenz ihres Mitgliedes lustig. Nach 23 Uhr verstummte dann das ganze Höfli. (lfh)