Kofmehl
Aktualisiert am 16.02.12, um 18:27 von Simon Binz
 

Der grösste Schneemann Solothurns steht beim Kofmehl

Quelle: az
Hier sieht der Schneemann noch eher wie eine Schneetanne aus. Quelle: Simon Binz
13 Personen folgten dem spontanen Aufruf des Kofmehls, den grössten Schneemann der Stadt Solothurn zu bauen. Mit zwei Leitern, vier Schaufeln und einem geschätztem Arbeitsaufwand von zwei Stunden war das Projekt grösster «Schneemaa» vollbracht. von Simon Binz
 

«Die Idee ist heute Morgen spontan entstanden. Von unserem Büro aus haben wir gesehen, dass es noch Schnee hat. Darum haben wir gedacht lasst uns etwas organisieren», sagte Chrigu Stuber, Programmleiter der Kulturfabrik. Mit einem Aufruf auf ihrer Homepage und der Kofmehl-Gruppe auf Facebook haben die Verantwortlichen heute Morgen das grosse «Schneema-Boue» lanciert.

Das Problem mit dem nassen Schnee

Das Wetter spielte an diesem Nachmittag mit, kein Regen und auch die Temperatur war angenehm. Trotzdem war für die Helfer warmer Tee, Brötli und Schoggistängeli aufgetischt.

Am Nachmittag um 13 Uhr trudelten bereits die ersten ein. Das Grundgerüst für das Projekt war schon vorhanden. Ein riesiger Schneehaufen – also ab ans formen. Wie sie es als Kinder gelernt hatten, rollten die tüchtigen Helfer den Schnee zu Kugeln und stapelten die Stücke aufeinander, um einen ansehnlichen Schneemann zu bauen.

Bauvorhaben mit Tücken

Das Unterfangen stellte sich aber schwieriger dar als gedacht. Dadurch, dass der Schnee so nass war, wurden die Rollen zu schwer. So ergab sich um die Fläche des Schneemanns ein lustiges Bild. Überall lagen ungenutzte riesige Schneerollen herum. Der kluge und moderne Schneemann-Architekt von heute weiss aber natürlich, was zu tun ist. Schaufeln her und «Händsche um Händsche» den nassen Schnee gepackt und ans vorhandenen Grundgerüst geschmiert.

Das grosse Schneemann-Bauen vor dem Kofmehl. Ziel: Es soll der grösste der Stadt Solothurn werden.
Quelle: Simon Binz

Die «Händsche-Strategie»

Nach den anfänglichen Problemen gelang es allmählich – mit der im Fachjargon als «Händsche-Strategie» beschriebenen Technik – den Schneemann zu formen. Geschätzte zwei Stunden und mehrere nasse Handschuhe später, mit viel Körpereinsatz und dem nötigen Durchhaltewillen wurde allen Strapazen zum Trotz der wahrscheinlich grösste Schneemann der Stadt schliesslich vollendet.

Zum Schluss wurde ganz in alter Schneemannsbauer Manier das Gesicht mit einem Rüebli als Nase und zwei grosse Steine als Augen beschmückt. Zudem wurde mit Steinen dem zuvor maulfaulen Kumpanen ein Lächeln ins Gesicht gezaubert. Zuletzt noch zwei Besen als Arme und als klares Highlight – da waren sich alle einig – einen pinkfarbigen Sonnenschirm als riesigen Hut.

Still betrachteten die Helfer ihr Werk. Das Schweigen wurde abrupt mit einer Aussage von Lukas Scherrer unterbrochen: «Das war wahrscheinlich das Sinnvollste, was ich in diesen Ferien gemacht habe.» Die Menge schmunzelt und manch einer oder eine nickte schweigend mit dem Kopf.

(az)
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