Petrus muss ein Velo-Fan sein: Nachdem er mit dem Frühling und angenehmen Temperaturen lange auf sich warten liess, zeigte er sich am Muttertagwochenende von seiner besten Seite und schuf wettermässig ideale Voraussetzungen für eine gemütliche Ausfahrt im Rahmen des 6. slowUp Solothurn - Buechibärg.

Auf der slowUp-Strecke zwischen Biberist und Lohn-Ammannsegg

Beat Stähli, Präsident Verein slowUp Solothurn-Buechibärg, konnte bei strahlendem
Sonnenschein an der Eröffnungsfeier Gäste aus Politik und Wirtschaft willkommen heissen.

Darunter Regierungsrat Roland Heim und Ständerat Pirmin Bischof. «Ein spezielles Willkomm gilt allen Müttern», sagte Stähli in seiner Grussbotschaft und wies auf den Umstand hin, dass der slowUp auf den Muttertag vorverlegt werden musste, weil dieses Jahr am Regeltermin (letzter Sonntag im Mai) das Eidgenössische Feldschiessen stattfindet.

Roger Siegenthaler, Präsident der Regionalplanungsgruppe repla espaceSolothurn, unterstrich an der Eröffnung die Bedeutung des Langsamverkehrs für die Region. «Der Langsamverkehr ist eine wichtige touristische Komponente», sagte Siegenthaler. Die repla sei deshalb bestrebt, das heute bestehende Velowegnetz auszubauen und laufend den neusten Sicherheits-Standards anzupassen.

Pünktliche Streckenfreigabe

Pünktlich um 10 Uhr konnte OK-Präsident Benno Krämer das Startsignal geben. Schon kurze Zeit später herrschte auf der abgesperrten, vom motorisierten Verkehr freien Strecke reger Betrieb: Familien, Einzelpersonen und Gruppen frönten zu Fuss, auf Inline-Skates oder mit dem Velo dem Erlebnis des Langsamverkehrs.

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Die Strecke des slowUp Solothurn-Buechibärg bestand aus drei Schlaufen. Die erste (11 Kilometer) führte von Solothurn nach Biberist und zurück. Die zweite (7 Kilometer) von Biberist nach Lohn und die dritte und grösste Schlaufe (28 Kilometer) durch das Limpach- und Biberntal rund um den Bucheggberg.

Die Rahmenveranstaltungen in den Gemeinden und Dörfern machten den slowUp Solothurn-Buechibärg zu einem riesigen Volksfest. Über ein Dutzend Festplätze lockten mit kulinarischen, kulturellen und sportlichen Angeboten. Im Einsatz standen unter anderen 60 Vereine und mehr als 350 freiwillige Helferinnen und Helfer.

Am slowUp-Knotenpunkt in Lohn-Ammannsegg

Für die Sicherheit auf und neben der Strecke sorgten zahlreiche Polizisten, Zivilschützer, mobile Hausärzte auf E-Bikes und Samariterinnen und Samariter aus sieben Vereinen. Das Sicherheitsdispositiv, das den motorisierten und nicht-motorisiertem Verkehr trennt, funktionierte. Allerdings müssen vier Automobilisten mit einer Anzeige rechnen, weil sie Absperrungen missachtet hatten. In den zwei involvierten Kantonen Bern und Solothurn waren entlang und auf der Strecke 220 Strassen für den motorisierten Verkehr gesperrt worden.

Das Sanitäts- und Rettungspersonal hatte lediglich kleinere Einsätze – vier davon mit Ambulanzfahrzeug – zu leisten, nachdem sich slowUp-Teilnehmer bei Stürzen Schürfungen und Prellungen zugezogen hatten. Die Polizei zog am Abend eine durchwegs positive Bilanz über den Grossanlass. 

Der nächste slowUp Solothurn-Buechibärg ist für den 28. Mai 2017 geplant. (mgt)