Da die BKW nun Mehrheitsaktionärin der AEK Energie AG ist, stellte sich an der Gemeinderatssitzung die Frage, was mit den fünf Aktien in Gemeindebesitz passieren soll. Die BKW bietet einen Kaufpreis von 30'000 Franken pro Aktie oder aber die Umwandlung in BKW-Aktien an. Der Gemeinderat zeigte sich, wie bereits zahlreiche andere Aktionäre, eher skeptisch. Einerseits ist er enttäuscht aufgrund des «eher schmalen Angebots», andererseits aber auch unsicher, was die Zukunft des Aktienwerts betrifft.

«Ich bin der Meinung, dass wir nicht alle Aktien verkaufen sollten», erklärte Gemeindepräsidentin Jasmine Huber (FDP) und begründete insbesondere damit, dass es sich bei der AEK um eine solothurnische Unternehmung handle, zu welcher man sich bekennen möchte. Ersatzgemeinderat Markus Moll (FDP) warnte hingegen, dass die BKW bei ihren 93 Prozent Aktienbesitz deutlich die Mehrheit habe. Persönlich würde er bei dieser Situation sicher nicht investieren.

Zudem dürfe man sich nicht «aus falschem Heimatschutz» zur AEK bekennen, denn «eigentlich ist dies keine Solothurner Firma mehr», so Moll. Ratsmitglied Stefan Ruch (CVP) machte zudem darauf aufmerksam, dass die AEK-Aktie im Jahr 2009 noch 50'000 Franken wert hatte, heute aber nur noch 30'000 Franken. Die Zukunft sei sehr schlecht voraussehbar.

Der Gemeinderat beschloss schliesslich einstimmig, vier Aktien zu verkaufen und eine zu behalten, um sich mit dieser einen Aktie trotzdem noch zur Firma zu bekennen. «Wir behalten nicht einen Fuss, aber immerhin ein Füsslein drin», so die Gemeindepräsidentin.

Einstimmig beschlossen wurde auch ein Kostendach von 9500 Franken für die Überarbeitung des Teilleitbildes Attisholz Nord durch die Firma BSB+Partner AG. Zwar wurde dieses Teilleitbild bereits 2014 genehmigt, da nun aber mit der Firma Halter AG ein neuer Investor gefunden wurde, haben sich die Rahmenbedingungen verändert. Einige im Teilleitbild enthaltene Leitsätze und Planinhalte entsprechen nicht mehr den heutigen Bedürfnissen, weshalb das Teilleitbild nochmals überarbeitet werden soll.

Petitio.ch im Gemeinderat

Der Gemeinderat beschäftigte sich ausserdem mit einer Petition für einen attraktiven Kinderspielplatz in Riedholz. Über die Plattform petitio.ch dieser Zeitung hat der Einwohner Willi Lindner dieses Anliegen eingebracht. Er ist der Ansicht, dass der Spielplatz an der Neuhausstrasse, auf dem Gemeindeland im Zentrum, eine Sanierung verdient hätte.
Problematisch ist dabei allerdings, dass der Spielplatz auf einem Grundstück liegt, das im Rahmen des Projekts Aktivierung Dorfzentrum (AKDO) bereits einem Investor zugesprochen wurde. Da die «Weier»-Wiese aber durch die Aufschüttung eines Weihers mit belastetem Material entstand, wurden geologische Untersuchungen nötig.

Es sei unklar, was sich alles im Boden befindet und man warte derzeit auf die Stellungnahme des kantonalen Amtes für Umwelt, so Jasmine Huber. Man hoffe aber, dass das geplante Projekt AKDO bald realisiert werden kann, was aber zur Folge hätte, dass der Spielplatz nicht am jetzigen Standort bleiben könnte. «Es ist sicher nicht sinnvoll, in einen Spielplatz mit beschränkter Lebensdauer zu investieren», erklärte Jasmine Huber und war damit gleicher Meinung wie die anderen Ratsmitglieder.

Ideen für einen Ersatzspielplatz an einem anderen Ort seien aber bereits vorhanden und wurden mit dem Investor auch schon besprochen. Ausserdem soll der Schulhaus-Spielplatz dieses Jahr mit einer grösseren Summe aufgerüstet werden.

Schüler wollen helfen

In einer weiteren Petition auf petitio.ch macht sich Willi Lindner derzeit zudem für die Sanierung der Finnenbahn stark.

Riedholz hat diese vor zwanzig Jahren auf dem Gemeindegebiet von Feldbrunnen-
St. Niklaus erstellt, nun aber seit mehreren Jahren nicht mehr unterhalten. Bei der Sanierung der Bahn könnten nun allenfalls Sekundarschüler helfen. Sieben Schüler der neunten Klasse in Hubersdorf haben sich in einem Brief an den Gemeinderat gewandt, da sie diese Bahn im Rahmen ihrer Abschlussprojektarbeit sanieren möchten. Der Gemeinderat will die Jugendlichen darin unterstützen und Markus Moll hat sich als Ansprechperson zur
Verfügung gestellt.