Elias Meier-Vogt hat sich im Namen der Schweizer Fahrenden an die Gemeinderäte der Region Biel – Olten gewandt. Er hat sich für die jenische Familie Huber aus Rüttenen eingesetzt, die von dort weggewiesen worden war. Durch sein Engagement kam ihm eine Bank entgegen, sodass ein Kapital organisiert werden konnte. Meier-Vogt appelliert mit seinem Schreiben an die Gemeinden, ein Stück Land von 750 bis 1000 Quadratmeter für eine Mobilheim-Siedlung zur Verfügung zu stellen, denn die Familie Huber hat sich mit einer Familie aus Balsthal als Gemeinschaft zusammengetan.

Der Gemeinderat ist der Meinung, dass Jenischen geholfen werden soll, es seien Einheimische, die die gleichen Rechte haben wie andere Schweizer auch. Doch genau weil sie die gleichen Rechte haben, sollten sie einen Landkauf so aufgleisen, wie es jeder Schweizer tun würde, anstatt sich direkt an die Gemeinde zu wenden. Riedholz habe ausserdem kein passendes Land zur Verfügung.

Petitionen lösen Befremden aus

Mit seinen Petitionen Sanierung der Finnenbahn und Sanierung zum Kinderspielplatz auf petitio.ch hat Willi Lindner Befremden im Gemeinderat ausgelöst. Dieser vertritt die Meinung, dass Lindner durch die Petitionen die Presse als Plattform für seine eigenen Zwecke benutze. Er solle sich direkt an die Gemeinde für seine Anliegen wenden, so der Tenor aus dem Gemeinderat. «Willi Lindner ist ehemaliger Kantonsrat und war einst Gemeindepräsident im Dorf, er weiss über die Abläufe Bescheid», so Gemeindepräsidentin Jasmine Huber (FdP). Der Gemeinderat überlegte, selbst über die Presse aktiv zu werden, entschied sich dann aber dagegen, man wolle nicht auf dieses «Spielchen» eingehen, wie es Huber formulierte.

Zum Spielplatz befand der Gemeinderat, dass bereits viel Geld in die Schulraumerweiterung investiert würde und dass keine Steuergelder für eine Sanierung ins Blaue hinaus ausgeben werden sollen. «Der Spielplatz wird abgerissen, die Schule ist damit einverstanden», führt Huber aus.

Der Lösungsvorschlag der Petition zur Finnenbahn sei weiter nicht durchführbar. Ein Landabtausch zwischen Feldbrunnen und Riedholz sei eine sehr aufwendige, langwierige und komplexe Angelegenheit, das gehe nicht von heute auf morgen. Neben einer genauen Planung, die ausgearbeitet werden müsse, müsse dieses Geschäft anschliessend vor die beiden betreffenden Gemeindeversammlungen gelangen.

Eine Abschlussklasse des Oberstufenzentrums aus Hubersdorf ist überdies bereits für ihre Abschlussarbeit dabei, die Sanierung der Finnenbahn auszuarbeiten. Der Gemeinderat will sich erkundigen, wie weit die Arbeiten fortgeschritten sind. Huber: «Wir sollten den Jugendlichen eine Chance geben, Ideen zu sammeln.» Stephanie Ritschard (SVP), die Verantwortliche im Ressort Kultur, hat vor, im bald stattfindenden Vereinskonvent nachzufragen, ob ein Verein aus Riedholz Interesse hätte, Unterstützung für dieses Schulklassenprojekt zu leisten.

Rat will keine Hilfe der Repla

Der Spitexverein Solothurn (zu dem Riedholz und Feldbrunnen-St. Niklaus gehören) möchte im Sommer mit dem Verein aus Oberdorf-Langendorf fusionieren. Die Repla bietet eine Hilfestellung an für sinnvolle Fusionskonstruktion. Der Gemeinderat lehnt letztere und damit den entsprechenden Kredit für die Delegiertenversammlung ab, da der Riedholzer Spitexverein die Fusion eigenständig aufgegleist hat und deshalb die Hilfeleistung der Repla nicht benötigt. Dieses Angebot stiess im Rat teilweise auf Unverständnis. «Es scheint fast so, als wolle die Repla sich überall einmischen, das ist nicht nötig», findet Ritschard. Genauso lehnt Riedholz mit einer Gegenstimme den Projektantrag «Innostep» ab, da die Allgemeinheit bereits an die kantonale Wirtschaftsförderung zahle.

An der letzten Gemeindeversammlung hat der Souverän beschlossen, die Repla-Vereinbarung Zentrumslasten nicht zu unterzeichnen, aber die vollen Beiträge zu leisten. Genehmigt hat der Souverän damals auch einen Gegenantrag des Gemeinderates. Gespräche mit der Repla haben inzwischen ergeben, dass die Repla genügend Gemeinden gefunden hat, die die Vereinbarung unterzeichnen. Das Projekt wird deshalb durchgezogen. Der Gegenantrag ist gegenstandslos geworden. «Was machen wir jetzt mit dem Gegenantrag?», fragte sich der Gemeinderat. Er will nun an der Budget-Gemeindeversammlung einen Rückkommensantrag stellen.