Zahlreiche Kisten mit Blumen standen diese Woche vor und im Schlösschen Vorder-Bleichenberg in Biberist. Zwar erhellte das warme Wetter das Gemüt, doch die zarten Pflanzen bevorzugen es eher etwas kühler, da diese rund eine Woche im Schlösschen verweilen müssen.

Anlass ist der zweite Teil der Ausstellung «Joie de vivre». Ausgewählte Kunstwerke der Moos-Flury-Stiftung wurden seit Dienstag während dreier Tage mit üppigen Blumenkreationen in Szene gesetzt. Vor einer Woche hat im Kunsthaus Aarau eine ähnliche Ausstellung stattgefunden. – Blumen für die Kunst.

Zwei ganze Autoladungen voll Blumen hat Heidi Bisang von der Blumenbinderei Flores in Solothurn zusammen mit ihrer Mitarbeiterin Anna Heuer und Ramona Tanner, eine Berufskollegin aus Luzern, zu einem Blumenteppich, -reigen und zig Blumengestecke verarbeitet. Aus zahlreichen Blumenblüten wurden zudem farbige Girlanden für einen Vorhang gebastelt.

Einzelne Blumenkreationen enthalten zwischen 100 und 200 saisonale Blumen, wie zum Beispiel der Löwenmäulchen-Garten oder das florale Blütenband im ersten Raum, der unter dem Motto Lebensfreude steht. Jede Blume wurde einzeln an Ort und Stelle platziert, was je nach Kreation eine, drei oder sogar bis zu zwölf Stunden dauern konnte.

Im Endeffekt sollen die Bilder, Blumen und Räumlichkeiten jeweils eine farbliche Gesamtkomposition bilden. «Wir haben die floralen Objekte zuvor gemeinsam geplant und vorbereitet», sagt Bisang. Dass die Blumen mit der Zeit aber verwelken, gehöre zur Ausstellung dazu. Denn es zeige den Lauf des Lebens.

Am Freitag fand die florale Vernissage zur Ausstellung statt. Bis und mit Mittwoch sind die duftenden Kunstwerke im Schlösschen noch zu betrachten.