Häufig verstauben Kinderzeichnungen in einer Ecke. Nicht so diejenigen der Fünftklässler aus Laupersdorf: Diese fliegen nämlich ins Weltall. Was unglaublich klingt, ist tatsächlich wahr.

Auf dem Satelliten Cheops wird eine Plakette montiert, auf der 3000 verkleinerte Kinderzeichnungen eingraviert sind. Das in der Schweiz erbaute Weltraumteleskop wird 2017 ins All geschossen.

n schweizer Weltraumprojekt Cheops

Die Europäische Weltraumorganisation ESA hat im Jahr 2012 das Schweizer Projekt CHEOPS (CHaracterising ExOPlanets Satellite) dazu ausgewählt, die erste sogenannte
«S-Class»-Mission durchzuführen. Unter der Leitung der Uni Bern wird dabei ein Satellit entwickelt, der helfen soll, Planeten ausserhalb unseres Sonnensystems zu erforschen. Ende 2017 soll er in eine erdnahe Umlaufbahn geschossen werden. Der Satellit Cheops wiegt rund 200 Kilogramm und trägt ein Teleskop von eineinhalb Meter Länge. Die «CHEOPS»-Mission gilt laut der Uni Bern als Meilenstein auf dem Weg der Erforschung von Exoplaneten und ist zudem das erste solche Projekt unter Schweizer Leitung. (lsc)

Die Uni Bern, welche das Projekt leitet, hat auch die schweizweite Kinderzeichnungsaktion initiiert und führt diese in Zusammenarbeit mit astronomischen Vereinen durch.

«Wir wurden von der Uni Bern als Partner angefragt», erzählt Mirco Saner, Präsident der Astronomischen Gesellschaft Solothurn AGS. «Da wir eine relativ kleine Sektion sind, haben wir ein Kontingent von 100 Zeichnungen angemeldet, die wir organisieren und der Uni Bern bis im September schicken.»

Es hätten sich bereits einige Schulklassen bereit erklärt, bei der Aktion mitzumachen, so Saner. Dazu gehört auch die 5. Klasse aus Laupersdorf. Lehrer David Egger: «Wir haben zurzeit im Sachunterricht das Thema Astronomie», erzählt er.

«Das Universum mit seinen Weiten ist für die Kinder faszinierend, und sie wollten gerne am Projekt mitmachen.»