Die Saison 2016/17 wird für die Skiliftbetreiber auf den Jurahöhen nicht als Rekordjahr in die Annalen eingehen. Dies zeigt eine Zwischenbilanz. Und bis zum offiziellen Saisonschluss Mitte März wird daran nicht mehr viel ändern. Dies jedenfalls glaubt Bele Schmid, Betriebsleiter der Sportanlagen Balmberg AG. «Die Zwischenbilanz wird wohl auch die Schlussbilanz sein», meint er. Nach den Schulferien sei die Saison meistens gelaufen.

Ausser Frau Holle hat ein Einsehen und lässt es noch einmal kräftig schneien. Aber auch daran mag Schmid nicht glauben. Nach der Konsultation der Wetter-Langzeitprognose sei es für die Skigebiete auf den Jurahöhen viel zu warm und somit sei auch kein Schnee mehr zu erwarten. So liefen die Skilifte auf dem Balmberg am vergangenen Mittwoch wohl zum letzten Mal. Seit Donnerstag ist der Betrieb vorläufig eingestellt, heisst es auf der Homepage. Einzig das Anfängergelände neben dem Parkplatz Kurhaus mit dem Förderband sei noch in Betrieb.

30 Tage Betrieb auf dem Balmberg

Trotzdem zeigt sich Bele Schmid einigermassen zufrieden mit dem Saisonverlauf. «Wir konnten die Lifte immerhin an rund 30 Tagen laufen lassen.» Das sei im Vergleich zu früheren Jahren nicht allzuschlecht. Insbesondere die Nachfrage nach dem Nachtskifahren und nach dem Kinderlift sei gut gewesen. Dagegen sei die Zahl der Schneesportbegeisterten tagsüber nicht so gross gewesen.

«Knapp zufrieden» über den Saisonverlauf äussert sich Peter Hammer, der Betreiber von zwei Skiliften in Langenbruck. Diese seien bislang an 16 Tagen in Betrieb gewesen, zum letzten Mal am 29. Januar. Damit habe man das Minimalziel von 15 Betriebstagen erreicht, um noch ganz knapp eine schwarze Null zu schreiben. Hammer sagt, dass die Nachfrage sehr gut gewesen sei. Grund dafür sei, dass ab dem 7. Januar auch im Unterland Schnee gefallen sei. «Das hat die Lust am Skifahren geweckt.» Er hofft jetzt nochmals auf viel Schnee und tiefe Temperaturen. Denn erfahrungsgemäss würden die Sportler nach den Schulferien nur bei Top-Schneeverhältnissen die Skis nochmals hervorholen.

Gsahl mit «schönen Besucherzahlen»

Ebenfalls Andreas Lindegger vom Skiliftverein Gsahl, welcher in Hauenstein-Ifenthal zwei Lifte auf rund 800 Meter Höhe betreibt, freut sich «über schöne Besucherzahlen». Nach der schneefreien Phase über Weihnachten und Neujahr hätten die «Liftkunden» nur darauf gewartet, um endlich ihrem Hobby frönen zu können. Mit der Bilanz zeigt er sich zufrieden. Immerhin während sieben Tagen seien die Lifte gelaufen. Das genüge, um die Kosten decken zu können.

Zudem habe das vom Verein betriebene Kafistübli auch einiges in die Kasse gespült. Auch für die Betreiber der Skilift Hohe Winde AG in Beinwil war die Saison Ende Januar (vorerst) zu Ende. An drei Wochenenden und an drei Mittwochnachmittagen waren die Anlagen in Betrieb, wie Präsident Urs Kaufmann erklärt. «Damit sind wir zufrieden, denn der Ansturm war jeweils sehr gross.» Er hofft, den Startknopf noch einmal drücken zu können. «Es gab schon Jahre, da sind wir auch noch im März an vielen Tagen gefahren.»

Nur noch Grenchenberg offen

Einmal mehr profitiert die Skilift Grenchenberg AG von der geografischen Lage ihrer Anlagen. So liegt die grosse Skipiste auf 1300 Meter über Meer auf einem schattigen Nordhang. Beide Lifte sind mindestens noch bis morgen Samstag und damit an 18 Tagen in Betrieb, wie die Kommunikationsverantwortliche Pascale Ris meldet. Sogar das geplante Parlamentarier-Rennen findet morgen Samstag statt. Der Entscheid über die Durchführung des Volksskirennens am Sonntag falle heute Nachmittag, sagt Ris.

Trotzdem spricht sie von einer «sehr durchzogenen Saison». Grund sei, dass nicht bereits zwischen Weihnachten und Neujahr habe gestartet werden können. «Das ist die jeweils wichtigste Periode», sagt sie stellvertretend für alle Skiliftbetreiber.