Beim Eurovision Song Contest, der am 10. Mai über die Bühne gegangen ist, gewann Conchita Wurst aus Österreich mit 290 Punkten vor Holland und Schweden.

Der Wettbewerb hat nun die Junge SVP Kanton Solothurn auf den Plan gerufen. «Der Gesangswettkampf von der Eurovision gilt als manipuliert», schreibt sie in einer Medienmitteilung und fragt: «Stand bereits zu Beginn ein Sieger fest?»

Die Jungpartei lässt es aber nicht bei Mutmassungen: «Der/die merkwürdige Sieger/in wurde von der Genderelite aufgestellt und durchgewunken», hält sie fest. Sinn und Zweck dieser «verräterischen Übung» sei es, «die naturgegebenen Geschlechter anzugreifen - unterstützt von unserem Staatsfernsehen».

Die Junge SVP Kanton Solothurn bezeichnet dies als Angriff auf die Ehe, auf die Heterosexuellen und auf die natürliche Lebensweise.

Sie fordert deshalb eine neutrale und unabhängige Untersuchung. Ein entsprechender Antrag ans Schweizer Radio und Fernsehen soll geprüft und demnächst eingereicht werden. «Denn die Pflicht des SRF ist es nicht, Egoismen zu bewirtschaften, sondern zu tun was richtig und wahr ist.»

Die Junge SVP hatte schon Anfang Jahr mit einem selbst gebastelten Flyer, der für ein Ja zur der Volksinitiative «Pädophile sollen nicht mehr mit Kindern arbeiten dürfen» geworben hat, Schlagzeilen gemacht. Sie wollte so tüchtig Stimmung machen. (ldu)

Conchita Wursts Finalshow beim Eurovision Song Contest 2014: «Rise like a Phoenix»