Brände und Unwetter verursachen 2011 im Kanton Solothurn Schäden von knapp 35 Millionen Franken. Für die SGV war es ein Rekordjahr in Sachen Grossbrände (St. Ursen, SBB-Wekrstätte in Olten, Landgasthaus Jua in Stüsslingen, Brand in der Solothurner Atltstadt).
Insgesamt verzeichnet die provisorische SGV-Statistik im letzten Jahr rund 594 Brandschäden. Dies schlägt mit 24,1 Millionen Franken zu Buche - ein Rekord. Budgetiert waren 12 Millionen Franken. Von grossen Unwettern blieb der Kanton 2011 verschont. Trotzdem schlagen die Elementarschäden durch Sturm, Wasser, Hagel und Erdrutschungen mit 11,1 Mio. Franken zu Buche und damit gut vier Millionen über Budget.
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Auf Dauer nicht zu verkraften
Trotzdem bleiben die Versicherungsprämien unverändert - wie seit 2007. «Dies ist möglich, weil wir unter anderem keine teuren Werbekampagnen lancieren und keinen Gewinn abliefern müssen», sagt Direktor Alain Rossier. Nach mehrheitlich aber schlechten Jahren hofft die SGV nun, dass sich die Schadensumme in den folgenden Jahren wieder «normalisiert», den über mehrere Jahre ein solches Missverhältnis zwischen Prämieneinnahmen - aktuell 43 Millionen Franken - und Schadenzahlungen - Fünfjahresschnitt rund 30 Millinen Franken - zu tragen, «kann auf die Dauer nicht verkraftet werden», so Rossier.
Sinken die Reserven im Verhältnis zum Versicherungskapital unter 2,5 Promille, ist die SGV gesetzlich gezwungen, die Prämien zu erhöhen. Momentan beträgt dieses Verhältnis 2,7 Promille. Gegenüber dem Vorjahr mit 135 Prozent unverändert bleibt auch der Baukostenindex. Die gesetzlich vorgeschriebene Anpassung sorgt jeweils dafür, dass die Baukostenteuerung im Versicherungswert abgebildet wird.
Die SGV hat 96208 Gebäude versichert. Das Versicherungskapital beläuft sich auf knapp 78 Mrd. Franken. Was auffällt: Innert Jahresfrist hat das Versicherungskapital um fast eine Milliarde oder 1,24 Prozent zugenommen. «Grund dafür ist die hohe Bautätigkeit», so Rossier.