Cyrill Bolliger (Junge Grüne) und Yves Fankhauser (Juso) führten die 19 frisch eingeschriebenen Mitglieder und mehrere Gäste aus anderen Parteien – darunter SP-Nationalrätin Bea Heim und alt SP-Nationalrat Rudolf Rechsteiner – durch den Abend.
«Ein wichtiges Ziel dieses Vereins soll die Ausweitung dieser Bewegung auf andere Kantone sein», erklärte Cyrill Bolliger. Da über die Rahmenbewilligungen für das neue AKW allerdings auf Bundesebene abgestimmt wird, kann eine kantonale Initiative der Jungpolitiker nicht direkt gegen den Bau eines neuen AKW vorgehen. Dazu Bolliger: «Alles, was wir erreichen können, ist, die Solothurner Behörden dazu zu verpflichten, mit allen möglichen Mitteln gegen den Bau neuer AKW im Kanton vorzugehen.» Dies sei das eigentliche Ziel der anstehenden Initiative. Der genaue Wortlaut des Initiativtextes soll vom neu gewählten Vorstand in der nächsten Zeit ausgearbeitet werden. Der Zeitpunkt der Lancierung der Initiative wurde provisorisch auf August dieses Jahres festgelegt.
Der Verein und die Initiative sollten ursprünglich einmal gegen ein Endlager im Kanton Solothurn vorgehen. «Wir wollten uns dann aber nicht auf den Müll, sondern auf dessen Ursache – das AKW – konzentrieren», gab Bolliger als Grund für die Richtungskorrektur an.
Der Name: «Stopp Gösgen 2»
Die Wahl des Vereinsnamens – der sogleich auch als Name der Initiative fungieren soll – nahm einige Zeit in Anspruch. Nachdem man sich sehr schnell per Abstimmung auf «Solothurn Atomfrei» geeinigt hatte, startete ein Rückkommensantrag die Diskussion von neuem. Da einige Mitglieder den Namen «Stopp Gösgen 2» als konkreter und eingängiger befanden, gewann er die Abstimmung gegen «Solothurn Atomfrei» mit 10 zu 6 Stimmen. In den Statuten ist festgelegt, dass sich der Verein gegen den Bau neuer Atomkraftwerke im Kanton Solothurn einsetzt: «Er tut dies namentlich, indem er als Träger und Initiant einer kantonalen Volksinitiative im Kanton Solothurn fungiert.» Finanzieren will sich der Verein in erster Linie durch Spenden. Der Vorstand setzt sich zusammen aus Cyril Bolliger (Co-Präsident, Junge Grüne, Hessigkofen), Alice Schmid (Co-Präsidentin, Juso, Biberist), Christof Schauwecker (Sekretär, Junge Grüne, Solothurn), Jeremias Ambühl (Kassier, Juso, Solothurn), Magdalena Röösli (Beisitz, Junge Grüne, Aedermannsdorf) und Laura Villiger (Beisitz, Juso, Zuchwil). Bis jetzt gab es noch keine Kandidaturen von allfälligen Partnerorganisationen für die dafür vorgesehenen fakultativen Beisitze.
Gegen Ende des Anlasses hielt Rudolf Rechsteiner ein Referat gegen die AKW. Er wies daraufhin, dass Atomenergie mehr und mehr von erneuerbaren Energien verdrängt wird. Neue AKW seien nur noch wegen Korruption im Parlament und Druck von der Atomlobby im Gespräch.
Würde mich nicht unbedingt als "Grüner" bezeichnen. Jedoch wenn ich solch geschwollene Aussagen lese, stelle ich mich immer mehr auf diese Seite. Die Menschheit wird sich mit ihrer Habgier selbst Auslöschen. Ohne Rücksicht auf anderes Lebewesen wird nach immer mehr gestrebt. Somit komme ich zu meiner Antwort, die Dir bestimmt nicht gefallen wird. STROM SPAREN!
@Junge Grüne
Finde Eure Bemühungen super. Weiter so.
Siehe Szenario 4 vom BFE....
Warum einzig und allein diese Argument in Frage kommt teilt uns Japan, Tschernobyl, Harrisburg und nicht zu letzt Lucens, der SCHWEIZER Atommeiler, mit.
Freundliche Grüsse
Cyrill Bolliger
CO-Präsident Stopp Gösgen 2
Ich finde es eine gute Idee einen solchen Verein zu gründen, weil man ja sieht was jetzt in
Japan passiert. Ich finde es dürfen keine neuen Atomkraftwerke in der Schweiz mehr be-
willigt und gebaut werden. Bei den bestehenden Atomkraftwerken bin ich für die Stillegung
spätestens innerhalb von 10 Jahren. Mir wäre lieber noch früher. Wer am meisten unter
diesem Unfall in Japan zu leiden hat ist die Zivilbevölkerung. Viele Fachleute sagen die
Atomkraftwerke in der Schweiz seien erdbebensicher. Niemand kann das mit Sicherheit be-
antworten. Aus diesen Gründen bin ich dafür, dass wir möglichst schnell aus der Atomenergie
aussteigen.
Freundlich grüsst
Walter Müller
Winterthur, 15. März 2011
Ihr könnt mich auch überraschen aber das hat noch kein einziger Grüner gemacht.
Denkt nach, es grüsst Euch einer der etwas von Atomaren Abfällen versteht.
Willi Höhener