Glückliche Situation für die Gemeinde Muri: Sie kann die Randstundenbetreuung an der Unterstufe auf das neue Schuljahr mit der Kindertagesstätte Wichtelburg abdecken. Die Umsetzung der kleinen Blockzeiten, wie sie an der Gemeindeversammlung im Juni 2010 beschlossen wurde, kommt so zumindest in der Startphase sogar noch günstiger als ursprünglich angenommen, wie Vizeammann Hampi Budmiger erklärt.
Ab Schuljahr 2012/2013 kann so das Angebot einer täglichen Randstundenbetreuung in der ersten und letzten Morgenlektion sowohl am Standort Kloster wie auch im Schulhaus Rösslimatt realisiert werden. Die Randstundenbetreuung ist für die Eltern kostenlos.
Ideale Partnerschaft
Nachdem zum ersten Mal in der Geschichte von Muri eine Initiative für grosse Blockzeiten zustande gekommen war, machte der Gemeinderat der Einwohnergemeindeversammlung die Einführung der so genannten kleinen Blockzeiten beliebt, das heisst Randstundenbetreuung für Einführungs-, 1. und 2. Klasse.
Jetzt kann der Auftrag umgesetzt werden. «Mit der Kindertagesstätte Wichtelburg haben wir eine ideale Partnerin gefunden», stellt Budmiger fest. Hier seien Kompetenzen und Aufgaben am richtigen Ort. Die Gemeinde kann auf die Räume der Wichtelburg zurückgreifen und, dank dem Ausbau des Schulhauses Badweiher, im Schulhaus Rösslimatt ein Zimmer für die Randstundenbetreuung freimachen. Und schliesslich könnten zumindest am Anfang die Kosten gut eingehalten werden. Der Gemeinderat geht vorerst von zwei Gruppen zu maximal 15 Kindern von jährlich wiederkehrenden Kosten von 36000 Franken aus.
Wichtelburg ist sehr flexibel
Auch für die Wichtelburg kommt die Randstundenbetreuung gelegen, wie Mariza Nietlispach, Präsidentin des Vereins, ausführt. «Das macht Sinn, so können Synergien optimal genutzt werden.» Mit ihrem Team von insgesamt 23 Personen könne die Kita Wichtelburg auch sehr flexibel auf die Nachfrage eingehen.
Positiv sei die klare Trennung von pädagogischen Aufgaben, welche die Schule wahrnimmt, und die Betreuungsaufgaben, welche von der Wichtelburg geboten werden. Was wirklich auf die Kita zukommt, kann deren Leiterin Gabi Baumann derzeit noch nicht abschätzen. «Das werden wir erst anhand der Anmeldungen sehen, wenn die Stundenpläne gemacht sind.» Die Kinder sollen während der Randstundenbetreuung altersgerecht gefördert und begleitet werden. «Dank den idealen Räumlichkeiten, welche uns von der Pflegi zur Verfügung gestellt werden, kann auch dem Bedürfnis der Kinder nach Bewegung Rechnung getragen werden», unterstreicht Baumann.
Auch für Schulpflegerin Caroline Nyffeler und Jörg Hauser, Stufenleiter Unterstufe, ist die gefundene Lösung positiv. «Sie stellt keine Konkurrenz zur Aufgabenhilfe dar», hält Hauser fest. Während der Randstundenbetreuung haben Kinder zwar die Möglichkeit, selbstständig Aufgaben zu erledigen. «Aber eine Aufgabenbegleitung findet nicht statt.»