«Aus vollen Rohren» posaunte es aus den Gemäuern der reformierten Kirche in Schlieren. Das diesjährige Dreikönigskonzert stand unter diesem Motto und wurde am Sonntag bereits zum 21. Mal von der reformierte Kirche in Zusammenarbeit mit der Kulturkommission Schlieren (Kuko) durchgeführt. Anschliessend wurde bei einem Apéro auf das alte Jahr zurückgeblickt und auf das neue Jahr angestossen.

Für die Liebhaber von Blasmusik gab es etwas Spezielles. So konnten die Organisatoren vier junge Musiker des Lucerne Brass Ensembles für einen Auftritt gewinnen. Florian Buchard, Niklaus Egg, Manuel Imhof und Irmgard Ripfel zeigten, dass Blechblasmusik mehr ist, als gemeinhin aus Bierzelten bekannt ist.

Gemeinsam mit Gilberto Fischli an der Orgel sorgte die eingespielte Brasscombo in der Besetzung mit zwei Trompeten, Euphonium und Posaune für eine Stunde Hörvergnügen. Dabei zeigten die Musiker die ganze Vielfalt blechbläserischer Klangkunst. «Wir haben es sehr genossen in Schlieren spielen zu dürfen», sagte Euphoniumspielerin Irmgard Ripfel stahlend im Anschluss an das Konzert.

Es sei ein Jahr voller Veränderungen gewesen – im Guten wie im Schlechten, sagte Stadtpräsident Toni Brühlmann-Jecklin (SP) in seiner anschliessenden Neujahrsansprache. Bei seiner Jahresrevue zeigte er auf, dass 2016 global sowie national die Bevölkerung vor grosse Herausforderungen gestellt habe, die es gemeinsam zu meistern gelte.

Trotzdem schaut der Stadtpräsident mit viel Zuversicht ins neue Jahr und machte Mut, die Dinge anzugehen. «Vieles ändert sich derzeit auch aus kommunaler Sicht bei uns in Schlieren. Und zwar in eine äusserst positive Richtung», betonte Brühlmann. Er verwies darauf, dass rund 1000 Menschen im vergangenen Jahr ihren neuen Wohnsitz in Schlieren gefunden hätten. Auch eine Vielzahl von neu angesiedelten Unternehmen würden aktuell rund 13 000 Personen einen sicheren Arbeitsplatz auf hohem Niveau bieten.

Neues Gesicht für die Stadt

Den Erfolg Schlierens sehe man nicht zuletzt im Städteranking der Zeitschrift «Bilanz». Dort landete die Stadt auf Platz 24 von 145. Die Aussichten für die kommenden Jahre seien jedoch noch rosiger. Dann, so Brühlmann, erhalte Schlieren aus baulicher Sicht ein neues Gesicht. Mit dem Gebiet um den Bahnhof und dem Stadtpark stehe Schlieren vor grossen Veränderungen.