Back to the roots: Die FDP des Kantons Solothurn will sich wieder als Bildungspartei profilieren und im Wahlkampf die entsprechende Themenleaderschaft übernehmen. Der Bildungsparteitag in Olten erinnerte an frühere Zeiten, in denen sich die Freisinnigen an Themenparteitagen mit viel Herzblut und Engagement schwergewichtig Bildungs- und Wirtschaftsanliegen widmeten.

Überzeugt davon, dass ein gutes Bildungssystem die Grundlage einer gesunden Gesellschaft und erfolgreichen Wirtschaft bildet. Überzeugt davon, dass die Schweiz nur über einen wertvollen Rohstoff verfügt: Bildung. Angetrieben vom Willen, diesen erneuerbaren Rohstoff im Interesse des Landes maximal zu fördern.

Dass die FDP im Wahlkampf auf das Thema Bildung setzt, ist bemerkenswert, aber nachvollziehbar. Schliesslich steht hierzulande die Arbeitslosigkeit an der Spitze des Sorgenbarometers der Bevölkerung. Und ein zukunftsgerichtetes Bildungssystem, das die Chancengleichheit wahrt, gehört zu den wirksamsten Waffen gegen die Arbeitslosigkeit.

Zu hoffen bleibt, dass sich die Bildungsoffensive nicht als billige Wahlpropaganda erweist, indem die Freisinnigen ihren gescheiten Worten keine Taten folgen lassen. Zu den Taten gehört auch, dass die Sparapostel der Partei davon zu überzeugen sind, dass im Bildungsbereich nicht von einem Abbau, sondern nur von einem stetigen Umbau gesprochen werden darf.

Unser Bildungssystem muss sich nämlich, einhergehend mit den gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Veränderungen, rollend weiterentwickeln. Denn Stillstand bedeutet Rückschritt, den sich die Schweiz nicht leisten kann. Diese Erkenntnis muss den Antrieb der Bildungspolitik bilden, mehr denn je.