Der Gewerbeverein (GVR) feiert 2015 sein 150-jähriges Bestehen. Die Vorbereitungen hierfür sind bereits angelaufen. Dies verdeutlichte die Generalversammlung am Montagabend im Schützenkeller.

Als OK-Präsident fungiert Albi Wuhrmann, der einmal mehr ein erfahrenes Team um sich scharen kann. Einstimmig fiel die erneute Wahl von Fritz Gloor zum GVR-Präsidenten aus. «Wir sind einer der ältesten Vereine in Rheinfelden», ermutigte er die Mitglieder, Historisches aufzuarbeiten und sich im Jubiläumsjahr mit Ideen zu engagieren.

Die geschichtliche Aufarbeitung ist Wuhrmann ein besonderes Anliegen. Spontan hielt er fest, dass aus dem Gründungsjahr (25. September 1865) nur noch wenige Unternehmen beziehungsweise deren Nachfolger existierten wie Rheinfelder Keramik, NAB, Herzog Medien oder Hotel Schützen.

Um Nachforschungen anstellen zu können, beantragte er ein Projektbudget von 30 000 Franken, was die Generalversammlung in einer Konsultativabstimmung auch genehmigte.

«Werk zur Wirtschaftsgeschichte»

Als Experte soll der Historiker Linus Hüsser verpflichtet werden, um für Rheinfelden ein «Werk zur Wirtschaftsgeschichte von bleibendem Wert» zu schaffen. Insgesamt sind 54 000 Franken für das Jubiläum budgetiert, wobei Albi Wuhrmann augenzwinkernd in Richtung Stadtammann Franco Mazzi einen «Zustupf» seitens der Gemeinde Rheinfelden nicht ausschloss.

Der Jahresbericht 2013 von Fritz Gloor nannte als «absoluten Höhepunkt» die Gewerbeschau «Grenzenlos» auf dem KuBa-Areal mit 115 Ausstellenden. «Eine super Sache», schwärmte er noch im Nachhinein und wertete insbesondere den Charakter als regionale Schau als beispielgebend.

Projekte wie Lesesommer oder Energie- und Umweltforum erachtete er ebenso wie diverse Firmenbesuche als «feste Bestandteile» im GVR-Jahresprogramm. Dass sich die Aktionsgemeinschaft «Pro Altstadt Rheinfelden» neu aufstellte, wertete Gloor als ermutigend für das Geschäftsleben.

Die Wahlen gingen problemlos über die Bühne. Gloor bleibt Präsident des GVR, ebenso Wuhrmann als Vizepräsident. Neu in die Vereinsleitung kommen Nicole Streckeisen, Roger Buser und Tobias Mathis. Neuer Revisor ist Bruno Eltschinger. Gaby Gerber und Reymond Keller behalten ihre Aufgabenbereiche.

Letztmals erläuterte Patrick Martini die Jahresrechnung 2013 und das Budget 2014. Der GVR erwirtschaftete einen Gewinn von 4200 Franken.

Die Bilanz wies Ende 2013 ein Volumen von 145 000 Franken aus, darunter ein Eigenkapital von 112 000 Franken. Das Budget 2014 steigt auf 37 750 Franken, wobei rund 29 000 Franken an Mitgliederbeiträgen erwartet werden.